Montag, 25. januar 2010 1 25 /01 /2010 20:54



Lasse dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die „ja“sagen und

Verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume. Weine bei Kinofilmen.

Schaukel so hoch du kannst

mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere dich „verantwortlich“ zu sein.

Tue es aus Liebe.

Mache eine Menge Nickerchen.

Gib weiter Geld aus. Mache es jetzt. Das Geld wird folgen.

Glaube an Zauberei. Lache eine Menge.

Bade im Mondlicht.

Träume wilde, phantastische Träume,

Zeichne auf die Wände. Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert. Kichere mit Kindern.

Höre alten Leuten zu. Öffne dich. Tauche ein.

Sei frei. Preise dich selbst.

Lass die Angst fallen.

Spiele mit allem.

Unterhalte das Kinde in dir.

Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken.

Werde nass.

Umarme Bäume.

Schreibe Liebesbriefe.

... und ich sage: Tanze so viel wie möglich.


Joseph Beuys

 

 

von M. - veröffentlicht in: wunderschöner all tag
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Donnerstag, 21. januar 2010 4 21 /01 /2010 18:17


Freitag Vormittag. Ich stehe im Lieferhof meiner Arbeitsstätte und versuche bei einer Zigarette mal kurz abzuschalten. Es ist bitterkalt hier draußen. Ich blicke in den Himmel und die wenige Natur, die es in so einer Lieferzone anzusehen gibt.  Ein großer Birnenbaum steht im Nachbarhof. Meine Gedanken schweifen.
Ein paar Vögel fliegen vorbei. Und plötzlich sind meine Gedanken bei ihnen. Wo finden Sie wohl Futter? Ob ich auf meinem Balkon wohl noch mehr als die Meisenknödel als Futter (für meine Lieblingsvögel) anbieten sollte? Vögel fressen ja auch gern Obst. Ob das wohl gefriert und ob die Vögel dann noch davon naschen mögen?
Eine Kollegin, die ich nicht kenne, kommt dazu. Sie will ein Gespräch beginnen und ich erzähle ihr von meinem Gedankengang zu den Vögeln im Winter. Sie sieht mich fragend an. Überlegt einen Moment und sagt dann: googeln Sie´s doch mal.
Langes Hmh? meinerseits.
Ich soll das googeln? Stichworte: Vögel, Winter, Obst oder besser Gefrierpunkt von Äpfeln?

Nee. Ich will das nicht googeln.
Früher hätte ich einfach meine Ommi gefragt. Die wusste bestimmt, ob man Vögeln im Winter Obst in die Bäume hängen sollte.
Nun, sie ist schon lange tot. Und mit ihr habe meine erste Adresse für so manch lebenspraktische Frage verloren.
(Wie bekomme ich einen Fettfleck aus einem Seidenstoff?)

Ich habe den Eindruck, dass es immer weniger Menschen gibt, die man einfach fragen kann. Weißt du etwas nicht, dann nutze doch eine Suchmaschine und schon bekommst 22.397 Antworten auf deine einzige Frage.
(Oder wie bei meiner Frage neulich, was eine tätowierte „13“ bedeutet, auch in der weiten virtuellen Welt keine einzige!)

Bei der Arbeit: ich frage eine Kollegin nach einem speziellen Thema und sie verweist mit auf die 42-seitige Arbeitshilfe, die irgendwo im Intranet versteckt ist – wenn du nur mit dem richtigen Stichwort suchst. ..

googlen Sie´s doch mal.
Bei genauerem Nachdenken wirft das wiederum viele Fragen auf.
Gibt es wirklich so viele Fragen ...
Wer fragt überhaupt noch (Menschen)?
Werden wir in naher oder ferner Zukunft, unsere Kinder mit ihren vielen Fragen auch an´s world wide web verweisen?
Warum ist es manchmal so verpönt, ein Gegenüber um Auskunft oder zumindest um Beschäftigung mit der Frage zu bitten?
Hat sich das Wissen so sehr vermehrt, dass wir einfach nicht mehr alles wichtige, lebens- oder arbeitsnotwendige merken können?
Gibt es deshalb so viele ratgebende Bücher, weil die AnsprechpartnerInnen ausgestorben sind?
Suchen Menschen im www bloß nach Antworten auf ihre Fragen?
Muss Wissen heutzutage in kurzen Schlagworten und in reiner Einbahnstraße vermittelt werden?
Führt im Netz das assozierte Beschäftigen mit einer Frage nicht zu einem Verirren?
(Höxchen, Stöckchen, lost in space?)http://stumpfsinns.files.wordpress.com/2009/08/fragezeichen300.jpg
von M. - veröffentlicht in: denk-mal
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Montag, 18. januar 2010 1 18 /01 /2010 11:20
Nun gibt es endlich einen Beschluss. Doch welche Folgen wird er haben?
Ein Thema welches mich hier schon öfter beschäftigt hat ist das Atommüllager Asse.
Nun scheint endlich Bewegung in diese Problematik zu kommen. Es gibt einen Beschluss der besagt, dass alle 126.000 (!!!) eingelagerten Fässer aus der Tiefee geborgen werden sollen da nicht nicht für eine langfristige Sicherheit garantiert werden kann. Wow! rostige_faesser_200x266.jpg
Doch werden auch gleich Alternativen genannt, die in Kraft treten könnten wenn die Fässer nicht gefahrlos geborgen werden können. Dann nämlich soll doch, obwohl eine Prüfung dies als zu gefährlich einstuft, die kpl. Asse gepökelt und betoniert werden. Somit kann die nächste Generationen erst einmal vergessen. Was dann unsere Urenkel und deren Enkel mit dem Scheiß machen sollen bleibt natürlich offen.

Damit die Kosten (mehrere Milliarden €) für den Bürger nicht zu sehr in die Höhe schnellen, wenn die Fässer nun geborgen und umgelagert werden, soll natürlich auch die Atomindustrie sich an der Finanzierung beteiligen. (Darf ich fragen wer den Mist produziert hat?). Es wird vermutet, dass diese Verpflichtung an die Atomindustrie nur dann umgesetzt werden kann, wenn die Restlaufzeit der noch aktiven AKWs ein "bißchen" verlängert wird. Also auch ein bißchen mehr Müll produziert werden darf deren Entsorgung ja nun nicht so einfach ist wie es scheint.

Ich frage mich ernsthaft wie lange wir alle noch diesen Strom mit gutem Gewissen nutzen können und meinen, alternative Energieformen sind zu teuer.
von zeh kah - veröffentlicht in: deutschland, von innen
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Montag, 4. januar 2010 1 04 /01 /2010 21:23
Noch im November viel es mir hier schwer den Winter zu begrüßen. Doch was sich die letzten Tage präsentiert lässt mich schnell umdenken. Danke für die Ruhe auf den Straßen, danke für diesen schönen Anblick der blattlosen Bäume die eingepackt sind in Watte und danke für diese wunderbare Luft und die Sonne...
Gerne mehr!


schnee






















(Foto: Benther Berg am 04.01.10)





von zeh kah - veröffentlicht in: wunderschöner all tag
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Freitag, 1. januar 2010 5 01 /01 /2010 19:52
Schau mal wie niedlich diese kleine "Jazzband" spielt...



von zeh kah - veröffentlicht in: kindheit
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Donnerstag, 31. dezember 2009 4 31 /12 /2009 18:26
Heute, bei meinem letzten Lauf im Jahr 2009 durch den Wald und den Ort in dem ich lebe, hat es geschneit. Es war kalt, doch wieder einnmal spürte ich, wie gut es mir tut ab und an den Kopf freizupusten und den Körper deutlich zu spüren. Ich laufe viel zu selten, obwohl ich mich jedesmal danach jung, frisch, wohl und ausgeglichen fühle. Doch heute war es ein Lauf wie ich ihn noch nie hatte. Es war kalt, wie schon gesagt und es hat geschneit. Die Landschaft lag eingehüllt in einem weißen Kleid und auch ich wurde bei jedem Meter mehr und mehr eingeschneit. Doch es hat mir nichts ausgemacht. Ganz im Gegenteil, es setzte wieder einmal die angenehme Freiheit in meinem Kopf ein, die ich im Alltag manchmal vermisse und ich spürte, sah und roch was ich mir für das nächstes Jahr wünsche:

Für das nächste Jahr wünsche ich mir die Fähigkeit, auch bei schlechter Sicht die entgegenkommenden Hindernisse des Lebens, frühzeitig zu sichten und sie mit Leichtigkeit zu meistern. So wie beim laufen. Anschließend möchte ich sie liebevoll als Teil meines Lebens betrachten.

Ich wünsche mir eine Klarheit in meinen Entscheidungen, so klar wie die Luft die ich heute eingkarte1eatmet habe. Klar und rein und mir ein Gefühl gebend, dass es richtig und gut ist was ich atme und was ich entscheide.

Ich wünsche mir eine Leichtigkeit in meinem Leben wie ich sie beim laufen spüre, irgendwann schaltet der Kopf ab und der Körper arbeitet von alleine. Warum soll dies nicht auch im alltäglichen Leben möglich sein? Warum nicht mit Leichtigkeit durchs Leben laufen ohne viele Probleme zu sehen bzw. sie EINFACH meistern?

Ich wünsche mir mehr Reinheit, Reinheit im Sinne von Ehrlichkeit. So weiß und sauber wie heute die Landschaft eingehüllt lag, so unschuldig wirkte sie auch auf mich. Diese Reinheit oder auch Unschuldigkeit hat mich berührt und fasziniert. Wie in Watte gepackt hat der Schnee einfach alles unter sich bedeckt und abgeschirmt. Er hat sich beschützend über die Landschaft gelegt ...

Auch diese Geborgenheit darunter wünsche ich mir für das nächste Jahr. Sich geborgen fühlen wie die Pflanzenm, die vom Schnee bedeckt werden und so, gut in den nächsten Frühling kommen.

Ich möchte versuchen, im nächsten Jahr öfter zu laufen und dadurch auch öfter bei mir zu sein. Denn wenn mir dies gelingt, werde ich auch einen Weg finden, um den vielen Wünschen noch ein wenig näher zu kommen...


Euch allen ein gutes und schönes 2010



grafik: www.wordle.net
von zeh kah - veröffentlicht in: die sinne
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Mittwoch, 30. dezember 2009 3 30 /12 /2009 14:21
In der Weihnachtszeit blieb mir wenig Zeit zum stöbern in anderen Blogbeiträgen. Nun, zwischen den Tagen, bin ich aber ein wenig zur Ruhe gekommen und habe neben der Zeit zum Sport treiben auch mal wieder Muße gehabt meinen Blogreader zu durchforsten.
Dabei bin ich auf einen Neujahresgruß gestoßen den ich euch nicht vorenthalten kann. Schaut euch an, was die beiden "Kerle" euch zu sagen haben. Es ist wunderbar und geht in die Hüfte. Außerdem kamen bei mir viel "Ach -ja" Momente hoch.
Es ist doch ne Menge passiert im letzten Jahr.
Ich schließe mich einfach den Grüßen der beiden an und freue mich, mit euch gemeinsam im nächsten Jahrzehnt weiter durch die Welt der Blogbeiträge zu surfen.

zeh kah


von zeh kah - veröffentlicht in: denk-mal
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Dienstag, 29. dezember 2009 2 29 /12 /2009 21:46


nach wochen der extremen arbeit und gesundheiltlichen einschränkungen

nach monaten des nicht-reden-nicht-zuhören-wollens

nach jahren des .... (hier wissen nur die, die mich kennen, was gedacht ist – für alle anderen ist es nicht so wichtig)

mit rollen, die auch ermüden

mit einem wollen, das nicht immer zur tat wird

mit wünschen, die sich im kreise drehen

passiert etwas

eine positive entwicklung, die schon fast aus dem eperimentierstadium heraus ist

ein tendenz

hoffentlich bald, mit einem umfassenden einsehen

und dann mit überaus erfreulichen taten

und nachhaltigkeit:

ich

Co2-Emissionen

...

...

von M. - veröffentlicht in: denk-mal
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Donnerstag, 24. dezember 2009 4 24 /12 /2009 13:00

ich wünsche

allen Lesernnen und Leser dieses blogs

ein paar wunderbare Tage

mit ein bisschen Luxus -auf vielen Ebenen,

mit schönen Momenten,

mit Lachen und Besinnung.

alles im genau richtigen Maß.

wie auch immer Du Weihnachen feierst, genieße es.

http://www.hamburg.de/image/643350/Feuerwerk+Tag+der+Deutschen+Einheit+7.jpg
von M. - veröffentlicht in: weltweit
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Freitag, 20. november 2009 5 20 /11 /2009 18:26
weil es so gut zum Gleich-ist-endlich-Wochende passt: die "Ode an die Arbeit" von Wir sind Helden.
Wer es sich anhören möchte, klickt hier: link
Und wer dabei mitsingen möchte, hat nun den Text dazu.


(Ode) an die Arbeit

Sag mal - Du hast doch grade nichts zu tun
Erklär mir Arbeit -
Arbeit? Ja.
Arbeit mein Freund
- Das wird Arbeit

Na los

Na gut:
Also was das Schaf da mit dem Gras macht:
Keine Arbeit - Ach?
Was man später mit dem Schaf macht
Das ist Arbeit - Aha
Generell alles was Spa&szligl; macht:
Keine Arbeit - Och
Generell was man im Gras macht
Keine Arbeit - Ach so

Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit

Und die Lilien auf dem Feld haben:
Keine Arbeit - Na ja, aber
Sie haben kein Ziel, Jens, haben kein Geld, haben
Keine Arbeit - Das geb ich ja auch zu, aber
Aber wer das Feld bestellt hat
Der hat Arbeit - Hm
Und wenn die Welt kein Feld bestellt hat?
Trotzdem Arbeit
Und wenn man ein Zelt auf dieses Feld stellt?
Keine Arbeit - Oh.
Aber wer am Morgen vor dem Zelt bellt
Der hat Arbeit - Ach,
Ein Hund hat Arbeit?
Ja, der Hund hat Arbeit

Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode

An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und:
Du bist Preußen!
Eins und zwei und eins und zwei und eins und zwei und: fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Schluss

Wofür man morgens aus dem Bett fällt
Das ist Arbeit - Okay das hab ich verstanden
Wer sein Abdomen sich zum Brett stählt:
Das ist Arbeit - Aber das tut doch weh

Also, der Atlas, der die Welt hält
Der hat Arbeit - Ach, jetzt hör aber mal auf
Wer einen Atlas für die Welt hält
Der hat - ?
Und der den Stein da auf den Berg rollt
Der hat Arbeit - Jau
Wer sein Bein hebt, übern Berg tollt:
Keine Arbeit -
Ja, aber Moment mal, was ist mit dem Hund - ?
Nein, der Hund macht Arbeit
Ah ja -

Wir singen: Ohne Arbeit wär das Leben öde ...

Wer ein Haus baut, einen Baum pflanzt
der hat Arbeit - ja, ist klar
Aber wer aus dem Haus schaut, um den Baum tanzt
der macht Arbeit ... na ja, aber wenn...

Jetzt reicht's aber, ihr beiden:
An die Arbeit!

Musik:Tourette/ Holofernes, Text: Holofernes

von M. - veröffentlicht in: denk-mal
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