Deutsche-Bank-Vorstand verzichtet auf Millionen-Boni

Veröffentlicht auf von M.

zuerst habe ich das am Freitag um 6 Uhr im Radio gehört, genau die richtige Mitteilung, um mir das Aufstehen zu "versüßen", mein Adrenalinspiegel war ruckzuck oben ...

und die meinen das auch noch ernst ...

hier jetzt der Artikel dazu aus der HAZ

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verzichtet wegen der Finanzkrise auf seine diesjährigen Gehaltsbonus-Zahlungen. Bei Politikern löste der Schritt unterschiedliches Echo aus.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verzichtet wegen der Finanzkrise auf seine diesjährigen Gehaltsbonus-Zahlungen. Auch die übrigen Vorstände der größten deutschen Bank verzichten auf diese erfolgsabhängigen Prämien, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bank. Der Vorstand der Deutschen Bank besteht aus vier Mitgliedern plus sechs weiteren Mitgliedern des erweiterten Vorstands. Außerdem verzichten auch die 20 Aufsichtsräte der Bank den Angaben zufolge auf den variablen Teil ihrer Vergütung. Bei Politikern löste der Schritt unterschiedliches Echo aus.

Im vergangenen Jahr waren rund 12,7 Millionen Euro der insgesamt etwa 14 Millionen Euro von Ackermanns Gehalt auf Erfolgsprämien entfallen. In diesem Jahr deuten sich allerdings aufgrund der Finanzkrise weit niedrigere Summen an. Ackermann bezifferte die ihn betreffende Summe in der "Bild am Sonntag" auf "einige Millionen". Der Deutsche-Bank-Chef fügte hinzu, er verzichte "in diesem schwierigen Jahr" auf seinen Bonus "zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger haben als ich". Damit wolle er "ein ganz persönliches Zeichen der Solidarität setzen".

Die vier Vorstände der Bank erhielten vergangenes Jahr insgesamt 33,2 Millionen Euro, von denen 4,4 Millionen Euro unabhängig vom geschäftlichen Erfolg gezahlt wurden. Die Fest-Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen knapp 2,2 Millionen Euro, der variable Anteil rund 3,7 Millionen Euro.

Das Vergütungssystem der Bank sieht mehrere erfolgsbezogene Komponenten vor. Dazu zählen eine Bonuszahlung in bar für das Erreichen einer bestimmten Eigenkapitalrendite. Daneben gibt es einen mittelfristigen Bonus, der aus dem Verhältnis der Aktienrendite der Bank zum Durchschnittswert einer ausgewählten Gruppe vergleichbarer Unternehmen errechnet wird.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) begrüßte die Geste von Ackermann als vorbildlich. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte dagegen, es handle sich dabei um "eine Schauveranstaltung", sagte Struck vor dem Parlament. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast nannte den Verzicht Ackermanns nicht weitgehend genug.

Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing kritisierte den Boni-Verzicht als leere Geste. "Ich kann doch nur auf etwas verzichten, was mir auch zusteht", sagte Blessing der "Bild"-Zeitung. Nur wenn man ein gutes Ergebnis für das Unternehmen erwirtschafte, stehe einem auch ein Erfolgsbonus zu.

Veröffentlicht in deutschland - von innen

Kommentiere diesen Post