Der Wahnsinn mit der Bildung und der Arbeit

Veröffentlicht auf von M.

Da saßen sie nun wieder zusammen, die Ministerpräsidenten und unsere Kanzlerin und redeten sich die Köpfe heiß, was alles so schief läuft in unserem Bildungssystem, doch mit konkreten Ergebnissen konnten sie nicht aufwarten. Es blieb mal wieder bei Schlagworten und Lippenbekenntnissen: frühkindliche Sprachförderung,  die Zahl der Schulabbrecher halbieren, Ausbau der Studienplätze ...

Mit den Worten der F4: „es könnt´alles so einfach sein, isses aber nicht“
Oder doch?

Und dann kam ich gestern nach einem viel zu langen Arbeitstag nach Hause und fragte mich mal wieder, warum ich so viel arbeiten muß und vielen gar nicht die Chance gegeben wird, zu arbeiten. Wir alle kennen auch hierzu die Schlagworte: Arbeitsverdichtung kontra Arbeitslosenstatistiken, Qualifikation oder auf der Strecke bleiben, über- oder unterqualifiziert, Reallohnverlust und prekäre Beschäftigungsverhältnisse ...

Dazu nochmal die Fantastischen Vier: „es könnt´alles so einfach sein, isses aber nicht.“
Und ich frage (erst mal nur mich): oder könnte es doch einfach sein?

Mein Vorschlag, um dem Wahnsinn mit der Bildung und der Arbeit ein Ende zu bereiten.
Lebenslanges Lernen! Und das nicht nur für eine bestimmte Gesellschaftsgruppe, sondern für alle. Kostenlos und verpflichtend. Ich stelle mir das so vor: ab dem 18. Lebensjahr arbeiten wir alle wöchentlich 30 Stunden(am Liebsten in einem Beruf, der uns Spaß macht), dazu kommen 5 Stunden Bildung für jeden und jede. In diesen 5 Stunden kann dann jede/r das lernen, was ihr und ihm Befriedigung bereitet – vom Studium, über einen Sprachkurs, einer beruflichen Weiterqualifizierung bis hin zu einem Häkel- oder Sportkurs – alles ist möglich. (Die wöchentlichen Bildungsstunden können auch für längerfristige Bildungswünsche „angespart“ werden.)
Die so frei werdenden Arbeitsplätze werden mit arbeitslosen Menschen besetzt.

Wir hätten genügend und gut ausgebildete Arbeitskräfte in allen Bereichen.
Und wer nicht arbeiten kann oder es partout nicht will, bekommt eine angemessene Unterstützung.

   Das wäre doch was: Bildung und Arbeit für alle!  

                                                                                        und Bildung

Also, ich könnte gut damit leben.

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