kennen lernen

Veröffentlicht auf von M.

Kennen lernen meint: ich lerne - jemanden kennen. Wenn es gut läuft, ist der Lernprozess auch nach 20 Jahren nicht abgeschlossen.

Stück für Stück, Begegnung für Begegnung taste ich mich vor, lerne dazu. Außen, innen und Blick, Geste und Neues, Altes und Vertrautes, Fremdes und Themen, Tiefen. Ich lerne: zu hören, zu sprechen, zu streiten, da zu sein, mit zu sein, bei zu sein.

Ich lerne und erlange Übung. Ich mache Fehler und bügele manche aus. Ich werde auf die Probe gestellt - von mir, vom Gegenüber. Ich stelle fest und hinterfrage. Ist es jemand, mit dem ich sieben, acht Stunden reden und zusammen sein oder jemand mit dem ich maximal drei Stunden gemeinsam sein kann? Stellt sich dieser flow ein, dieses Gefühl ganz und da und beim Gegenüber zu sein oder streift das Gespräch eher das Außen, hüpft von Blüte zu Blüte? Ist es Kraftquelle oder eher ein Energiefresser? Muss ich jemanden häufig sehen oder können auch mal Wochen, Monate dazwischen sein, um miteinander sein zu können? („Sprich mit mir, denn ich möchte auch hören, was Du sagst“)

Wenn ich von Mal zu Mal, von Jahr zu Jahr Neues entdecke, Bekanntes erkennen kann, auch mal verblüfft bin, lernt „es“ sich mit großer Freude.

Veröffentlicht in denk-mal

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post

amohi 09/13/2009 20:43

Hallo M. Du schreibst wundervoll und hast in mir einen neuen Fan gefunden.Mach weiter so.
Ja, wenn eine Verbindung da ist können auch mal Tage oder Wochen zwischen zwei Begegnungen vergehen. Muß aber nicht so sein. Vielleicht gelingt ja eines Tages das Kunststück. Ich arbeite daran.Sich im Spiegel des Anderen kennen zu lernen kann mitunter lebenslänglich dauern.
Liebe Grüße