Ein neues Jahr

Veröffentlicht auf von M.



Der Jahreswechsel bietet sich ja dazu an, Bilanz zu ziehen. Wer macht das nicht? Ich beginne damit meist schon im Oktober zu meinem Geburtstag und dann immer mal wieder sinne ich nach über das, was in den vergangenen  Monaten passiert, mir begegnet ist. Welche Herausforderungen kreuzten meinen Weg? Was hat mich beglückt? Was hat mich wie verändert? Was will ich nie wieder so tun oder widerspruchslos hinnehmen?


In diesem Jahr war es nicht anders. Und wieder mal stellte ich fest, dass mich das Jahr an vielen Punkten gebeutelt, durchgeschüttelt hat. Aber war es mehr, tief greifender als im Jahr davor?

 
Jedes Jahr stellt Aufgaben. Die ich mit mehr oder weniger Lehrerfolg bewältige.
Das vergangene Jahr war vor allem von Abschieden geprägt, von weniger Nähe als gewünscht - und – auch daraus resultierenden physischer und psychischer Kraftlosigkeit.

 

Und das Neue Jahr steht für einen Neuanfang. Ein Jobwechsel im Vordergrund, verbinde ich mit einige Wünsche. Diese berufliche Weiterentwicklung geht u.a. mit der Hoffnung einher, mehr Zeit zu haben und wieder mehr Energie für „das Leben neben der Arbeit“  zu haben.

Ich verlasse bewusst vertrautes Terrain und bemerke schon jetzt, das mich das beflügelt, das Neue lockt, Ballast ist abgeworfen, es gibt wieder etwas zu lernen, ich kann mich ausprobieren und meine Rollen (im Job) neu definieren.


Und ich glaube, das ist genau der Reiz, den ein Neues Jahr ausmacht.

Ein neuer Kalender wird aufgeschlagen, noch ganz jungfräulich steht er für vielfältige Gestaltungsmöglicheiten. Wie soll das Jahr aussehen, das ich mir wünsche? Welches sind die Fixpunkte, die jährlich wieder kehren und Kontinuität versprechen, was verheißen die noch leeren Seiten?


Ich habe mein Büro ausgeräumt, gestern einen „Frühjahrsputz“ veranstaltet, heute die Ablageberge auf und um meinem Schreibtisch beseitigt (viel Altpapier!), mich von so Manchem getrennt und morgen werde ich mir ein Neujahrskuchen backen!

Die alten Traditionen haben schon ihre Berechtigung und selbst Ikea wirbt mit „Knut“ für die Trennung vom Alten, dem Platz schaffen für Neues.


Das Neue Jahr kann kommen, ich bin hellwach, vorbereitet -  mit leerem Schreibtisch und viel Platz in Kopf, Herz und Seele.



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