Wünsche

Veröffentlicht auf von M.

In den letzten Tagen bin ich –anlassgemäß - mehrmals gefragt worden, was ich mir wünsche.

Mir fiel natürlich so auf die Schnelle, wieder nichts ein. Ein Buch ist immer gut, etwas Schönes, bitte kein Einstäubchen, vielleicht frische Musik oder ??? Was wünscht Du dir denn nun – schon mit einem etwas genervten Unterton. Ja, was kann ich denn dazu noch sagen. Mach´ dir doch Gedanken darum, was mich erfreuen könnte, irgendeine Kleinigkeit oder eben auch mal nichts, nur deine Anwesenheit.

Wünsche, ja da habe ich viele.

Zunächst einmal sind da so ganz schnöde Wünsche: lange Stiefel und eine Hose, endlich einen großen Tisch für Gäste, ach und die Handschuhe sind morgens auch zu dünn, mal wieder im Urlaub verreisen ...


Aber bei näherem Betrachten, wünsche ich mir anderes viel sehnlicher.

Und wenn ich es bekomme, wünsche ich es mir doch immer wieder. Gute Gespräche und auch mal ein einfaches Zuhören, ohne das gleich „das Hämmerchen herausgeholt wird“ – Nähe.  Schon schwieriger: dass mein Arbeitgeber dafür sorgt, dass meine KollegInnen und ich die Arbeit auch schaffen können, dass „er“ das Controlling, die Politik auch mal außen vor läßt - Anerkennung. Dann benötige ich, wie sicher jeder Mensch, Liebe und Akzeptanz. Ich wünsche mir, dass sich meine wochenlange Erkältung endlich in Luft auflöst. Ich will tanzen und wünsche mir gute Patrys dazu.

Diese Gedanken an Wünschenswertes führen zu Größerem.

Ich wünsche mir den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie, wirklich sichere Endlager für den Schrott, der in unzulänglichen Lagern zeitbombengleich vor sich hinrottet. Ich wünsche mir deutlichst weniger Co2-Austausch, ein  Ende des Handels mit Emissionen, eine wirklich wirksame Entwicklungspolitik, das Ende der Regenwaldabholzung ... Manch ein anderes Staatoberhaupt, wünsche ich mir auch und Bildung für alle in allen Ländern der Welt, dass meine EnkelInnen in einer sauberen, gesunden, lebenswerten Welt ihren EnkelInnen erhobenen Hauptes begegnen können.

Ach, ich habe so viele Wünsche an meine Mitmenschen.

 

Und denen, die mich in den nächsten Tagen nach meine Wünschen fragen, sage ich, laß uns gemeinsam die Welt mindestens ein kleines bisschen besser machen.

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