• How to be an Artist (25.01.2010 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )



    Lasse dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.

    Pflanze unmögliche Gärten.

    Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

    Mache kleine Zeichen, die „ja“sagen und

    Verteile sie überall in deinem Haus.

    Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

    Freue dich auf Träume. Weine bei Kinofilmen.

    Schaukel so hoch du kannst

    mit einer Schaukel bei Mondlicht.

    Pflege verschiedene Stimmungen.

    Verweigere dich „verantwortlich“ zu sein.

    Tue es aus Liebe.

    Mache eine Menge Nickerchen.

    Gib weiter Geld aus. Mache es jetzt. Das Geld wird folgen.

    Glaube an Zauberei. Lache eine Menge.

    Bade im Mondlicht.

    Träume wilde, phantastische Träume,

    Zeichne auf die Wände. Lies jeden Tag.

    Stell dir vor, du wärst verzaubert. Kichere mit Kindern.

    Höre alten Leuten zu. Öffne dich. Tauche ein.

    Sei frei. Preise dich selbst.

    Lass die Angst fallen.

    Spiele mit allem.

    Unterhalte das Kinde in dir.

    Du bist unschuldig.

    Baue eine Burg aus Decken.

    Werde nass.

    Umarme Bäume.

    Schreibe Liebesbriefe.

    ... und ich sage: Tanze so viel wie möglich.


    Joseph Beuys

     

     

  • googeln Sie´s doch mal (21.01.2010 veröffentlicht in: denk-mal )


    Freitag Vormittag. Ich stehe im Lieferhof meiner Arbeitsstätte und versuche bei einer Zigarette mal kurz abzuschalten. Es ist bitterkalt hier draußen. Ich blicke in den Himmel und die wenige Natur, die es in so einer Lieferzone anzusehen gibt.  Ein großer Birnenbaum steht im Nachbarhof. Meine Gedanken schweifen.
    Ein paar Vögel fliegen vorbei. Und plötzlich sind meine Gedanken bei ihnen. Wo finden Sie wohl Futter? Ob ich auf meinem Balkon wohl noch mehr als die Meisenknödel als Futter (für meine Lieblingsvögel) anbieten sollte? Vögel fressen ja auch gern Obst. Ob das wohl gefriert und ob die Vögel dann noch davon naschen mögen?
    Eine Kollegin, die ich nicht kenne, kommt dazu. Sie will ein Gespräch beginnen und ich erzähle ihr von meinem Gedankengang zu den Vögeln im Winter. Sie sieht mich fragend an. Überlegt einen Moment und sagt dann: googeln Sie´s doch mal.
    Langes Hmh? meinerseits.
    Ich soll das googeln? Stichworte: Vögel, Winter, Obst oder besser Gefrierpunkt von Äpfeln?

    Nee. Ich will das nicht googeln.
    Früher hätte ich einfach meine Ommi gefragt. Die wusste bestimmt, ob man Vögeln im Winter Obst in die Bäume hängen sollte.
    Nun, sie ist schon lange tot. Und mit ihr habe meine erste Adresse für so manch lebenspraktische Frage verloren.
    (Wie bekomme ich einen Fettfleck aus einem Seidenstoff?)

    Ich habe den Eindruck, dass es immer weniger Menschen gibt, die man einfach fragen kann. Weißt du etwas nicht, dann nutze doch eine Suchmaschine und schon bekommst 22.397 Antworten auf deine einzige Frage.
    (Oder wie bei meiner Frage neulich, was eine tätowierte „13“ bedeutet, auch in der weiten virtuellen Welt keine einzige!)

    Bei der Arbeit: ich frage eine Kollegin nach einem speziellen Thema und sie verweist mit auf die 42-seitige Arbeitshilfe, die irgendwo im Intranet versteckt ist – wenn du nur mit dem richtigen Stichwort suchst. ..

    googlen Sie´s doch mal.
    Bei genauerem Nachdenken wirft das wiederum viele Fragen auf.
    Gibt es wirklich so viele Fragen ...
    Wer fragt überhaupt noch (Menschen)?
    Werden wir in naher oder ferner Zukunft, unsere Kinder mit ihren vielen Fragen auch an´s world wide web verweisen?
    Warum ist es manchmal so verpönt, ein Gegenüber um Auskunft oder zumindest um Beschäftigung mit der Frage zu bitten?
    Hat sich das Wissen so sehr vermehrt, dass wir einfach nicht mehr alles wichtige, lebens- oder arbeitsnotwendige merken können?
    Gibt es deshalb so viele ratgebende Bücher, weil die AnsprechpartnerInnen ausgestorben sind?
    Suchen Menschen im www bloß nach Antworten auf ihre Fragen?
    Muss Wissen heutzutage in kurzen Schlagworten und in reiner Einbahnstraße vermittelt werden?
    Führt im Netz das assozierte Beschäftigen mit einer Frage nicht zu einem Verirren?
    (Höxchen, Stöckchen, lost in space?)http://stumpfsinns.files.wordpress.com/2009/08/fragezeichen300.jpg
  • Atomenergie und die Asse (18.01.2010 veröffentlicht in: deutschland, von innen )
    Nun gibt es endlich einen Beschluss. Doch welche Folgen wird er haben?
    Ein Thema welches mich hier schon öfter beschäftigt hat ist das Atommüllager Asse.
    Nun scheint endlich Bewegung in diese Problematik zu kommen. Es gibt einen Beschluss der besagt, dass alle 126.000 (!!!) eingelagerten Fässer aus der Tiefee geborgen werden sollen da nicht nicht für eine langfristige Sicherheit garantiert werden kann. Wow! rostige_faesser_200x266.jpg
    Doch werden auch gleich Alternativen genannt, die in Kraft treten könnten wenn die Fässer nicht gefahrlos geborgen werden können. Dann nämlich soll doch, obwohl eine Prüfung dies als zu gefährlich einstuft, die kpl. Asse gepökelt und betoniert werden. Somit kann die nächste Generationen erst einmal vergessen. Was dann unsere Urenkel und deren Enkel mit dem Scheiß machen sollen bleibt natürlich offen.

    Damit die Kosten (mehrere Milliarden €) für den Bürger nicht zu sehr in die Höhe schnellen, wenn die Fässer nun geborgen und umgelagert werden, soll natürlich auch die Atomindustrie sich an der Finanzierung beteiligen. (Darf ich fragen wer den Mist produziert hat?). Es wird vermutet, dass diese Verpflichtung an die Atomindustrie nur dann umgesetzt werden kann, wenn die Restlaufzeit der noch aktiven AKWs ein "bißchen" verlängert wird. Also auch ein bißchen mehr Müll produziert werden darf deren Entsorgung ja nun nicht so einfach ist wie es scheint.

    Ich frage mich ernsthaft wie lange wir alle noch diesen Strom mit gutem Gewissen nutzen können und meinen, alternative Energieformen sind zu teuer.
  • So wunderbar diese weiße Pracht ( 4.01.2010 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )
    Noch im November viel es mir hier schwer den Winter zu begrüßen. Doch was sich die letzten Tage präsentiert lässt mich schnell umdenken. Danke für die Ruhe auf den Straßen, danke für diesen schönen Anblick der blattlosen Bäume die eingepackt sind in Watte und danke für diese wunderbare Luft und die Sonne...
    Gerne mehr!


    schnee






















    (Foto: Benther Berg am 04.01.10)





  • Mal wieder was für meine Tochter ( 1.01.2010 veröffentlicht in: kindheit )
    Schau mal wie niedlich diese kleine "Jazzband" spielt...



  • Ins nächste Jahrzehnt gelaufen - 2010 und meine Wünsche (31.12.2009 veröffentlicht in: die sinne )
    Heute, bei meinem letzten Lauf im Jahr 2009 durch den Wald und den Ort in dem ich lebe, hat es geschneit. Es war kalt, doch wieder einnmal spürte ich, wie gut es mir tut ab und an den Kopf freizupusten und den Körper deutlich zu spüren. Ich laufe viel zu selten, obwohl ich mich jedesmal danach jung, frisch, wohl und ausgeglichen fühle. Doch heute war es ein Lauf wie ich ihn noch nie hatte. Es war kalt, wie schon gesagt und es hat geschneit. Die Landschaft lag eingehüllt in einem weißen Kleid und auch ich wurde bei jedem Meter mehr und mehr eingeschneit. Doch es hat mir nichts ausgemacht. Ganz im Gegenteil, es setzte wieder einmal die angenehme Freiheit in meinem Kopf ein, die ich im Alltag manchmal vermisse und ich spürte, sah und roch was ich mir für das nächstes Jahr wünsche:

    Für das nächste Jahr wünsche ich mir die Fähigkeit, auch bei schlechter Sicht die entgegenkommenden Hindernisse des Lebens, frühzeitig zu sichten und sie mit Leichtigkeit zu meistern. So wie beim laufen. Anschließend möchte ich sie liebevoll als Teil meines Lebens betrachten.

    Ich wünsche mir eine Klarheit in meinen Entscheidungen, so klar wie die Luft die ich heute eingkarte1eatmet habe. Klar und rein und mir ein Gefühl gebend, dass es richtig und gut ist was ich atme und was ich entscheide.

    Ich wünsche mir eine Leichtigkeit in meinem Leben wie ich sie beim laufen spüre, irgendwann schaltet der Kopf ab und der Körper arbeitet von alleine. Warum soll dies nicht auch im alltäglichen Leben möglich sein? Warum nicht mit Leichtigkeit durchs Leben laufen ohne viele Probleme zu sehen bzw. sie EINFACH meistern?

    Ich wünsche mir mehr Reinheit, Reinheit im Sinne von Ehrlichkeit. So weiß und sauber wie heute die Landschaft eingehüllt lag, so unschuldig wirkte sie auch auf mich. Diese Reinheit oder auch Unschuldigkeit hat mich berührt und fasziniert. Wie in Watte gepackt hat der Schnee einfach alles unter sich bedeckt und abgeschirmt. Er hat sich beschützend über die Landschaft gelegt ...

    Auch diese Geborgenheit darunter wünsche ich mir für das nächste Jahr. Sich geborgen fühlen wie die Pflanzenm, die vom Schnee bedeckt werden und so, gut in den nächsten Frühling kommen.

    Ich möchte versuchen, im nächsten Jahr öfter zu laufen und dadurch auch öfter bei mir zu sein. Denn wenn mir dies gelingt, werde ich auch einen Weg finden, um den vielen Wünschen noch ein wenig näher zu kommen...


    Euch allen ein gutes und schönes 2010



    grafik: www.wordle.net
  • Ein Jahr verabschiedet sich (30.12.2009 veröffentlicht in: denk-mal )
    In der Weihnachtszeit blieb mir wenig Zeit zum stöbern in anderen Blogbeiträgen. Nun, zwischen den Tagen, bin ich aber ein wenig zur Ruhe gekommen und habe neben der Zeit zum Sport treiben auch mal wieder Muße gehabt meinen Blogreader zu durchforsten.
    Dabei bin ich auf einen Neujahresgruß gestoßen den ich euch nicht vorenthalten kann. Schaut euch an, was die beiden "Kerle" euch zu sagen haben. Es ist wunderbar und geht in die Hüfte. Außerdem kamen bei mir viel "Ach -ja" Momente hoch.
    Es ist doch ne Menge passiert im letzten Jahr.
    Ich schließe mich einfach den Grüßen der beiden an und freue mich, mit euch gemeinsam im nächsten Jahrzehnt weiter durch die Welt der Blogbeiträge zu surfen.

    zeh kah


  • auftauchend (29.12.2009 veröffentlicht in: denk-mal )


    nach wochen der extremen arbeit und gesundheiltlichen einschränkungen

    nach monaten des nicht-reden-nicht-zuhören-wollens

    nach jahren des .... (hier wissen nur die, die mich kennen, was gedacht ist – für alle anderen ist es nicht so wichtig)

    mit rollen, die auch ermüden

    mit einem wollen, das nicht immer zur tat wird

    mit wünschen, die sich im kreise drehen

    passiert etwas

    eine positive entwicklung, die schon fast aus dem eperimentierstadium heraus ist

    ein tendenz

    hoffentlich bald, mit einem umfassenden einsehen

    und dann mit überaus erfreulichen taten

    und nachhaltigkeit:

    ich

    Co2-Emissionen

    ...

    ...

  • zum Fest (24.12.2009 veröffentlicht in: weltweit )

    ich wünsche

    allen Lesernnen und Leser dieses blogs

    ein paar wunderbare Tage

    mit ein bisschen Luxus -auf vielen Ebenen,

    mit schönen Momenten,

    mit Lachen und Besinnung.

    alles im genau richtigen Maß.

    wie auch immer Du Weihnachen feierst, genieße es.

    http://www.hamburg.de/image/643350/Feuerwerk+Tag+der+Deutschen+Einheit+7.jpg
  • zum ArbeitswochenEnde (20.11.2009 veröffentlicht in: denk-mal )
    weil es so gut zum Gleich-ist-endlich-Wochende passt: die "Ode an die Arbeit" von Wir sind Helden.
    Wer es sich anhören möchte, klickt hier: link
    Und wer dabei mitsingen möchte, hat nun den Text dazu.


    (Ode) an die Arbeit

    Sag mal - Du hast doch grade nichts zu tun
    Erklär mir Arbeit -
    Arbeit? Ja.
    Arbeit mein Freund
    - Das wird Arbeit

    Na los

    Na gut:
    Also was das Schaf da mit dem Gras macht:
    Keine Arbeit - Ach?
    Was man später mit dem Schaf macht
    Das ist Arbeit - Aha
    Generell alles was Spa&szligl; macht:
    Keine Arbeit - Och
    Generell was man im Gras macht
    Keine Arbeit - Ach so

    Wir singen:
    Ohne Arbeit wär das Leben öde
    Also sing ich müde meine kleine Ode
    An die Arbeit

    Und die Lilien auf dem Feld haben:
    Keine Arbeit - Na ja, aber
    Sie haben kein Ziel, Jens, haben kein Geld, haben
    Keine Arbeit - Das geb ich ja auch zu, aber
    Aber wer das Feld bestellt hat
    Der hat Arbeit - Hm
    Und wenn die Welt kein Feld bestellt hat?
    Trotzdem Arbeit
    Und wenn man ein Zelt auf dieses Feld stellt?
    Keine Arbeit - Oh.
    Aber wer am Morgen vor dem Zelt bellt
    Der hat Arbeit - Ach,
    Ein Hund hat Arbeit?
    Ja, der Hund hat Arbeit

    Wir singen:
    Ohne Arbeit wär das Leben öde
    Also sing ich müde meine kleine Ode
    Ohne Arbeit wär das Leben öde
    Also sing ich müde meine kleine Ode

    An die Arbeit!
    Los und eins und zwei und eins und zwei und: Fertig
    An die Arbeit!
    Los und eins und zwei und eins und zwei und:
    Du bist Preußen!
    Eins und zwei und eins und zwei und eins und zwei und: fertig
    An die Arbeit!
    Los und eins und zwei und eins und zwei und: Schluss

    Wofür man morgens aus dem Bett fällt
    Das ist Arbeit - Okay das hab ich verstanden
    Wer sein Abdomen sich zum Brett stählt:
    Das ist Arbeit - Aber das tut doch weh

    Also, der Atlas, der die Welt hält
    Der hat Arbeit - Ach, jetzt hör aber mal auf
    Wer einen Atlas für die Welt hält
    Der hat - ?
    Und der den Stein da auf den Berg rollt
    Der hat Arbeit - Jau
    Wer sein Bein hebt, übern Berg tollt:
    Keine Arbeit -
    Ja, aber Moment mal, was ist mit dem Hund - ?
    Nein, der Hund macht Arbeit
    Ah ja -

    Wir singen: Ohne Arbeit wär das Leben öde ...

    Wer ein Haus baut, einen Baum pflanzt
    der hat Arbeit - ja, ist klar
    Aber wer aus dem Haus schaut, um den Baum tanzt
    der macht Arbeit ... na ja, aber wenn...

    Jetzt reicht's aber, ihr beiden:
    An die Arbeit!

    Musik:Tourette/ Holofernes, Text: Holofernes

  • Spaßvögel (16.11.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )

     

    Also, mir macht das Wetter ja gerade - wie sicher vielen anderen Menschen - überhaupt keinen Spaß. Doch habe ich in den letzten Tagen eine Spezies entdeckt, die momentan eine unbändige Lebenslust zu verspüren scheint. Ob es am steten Regen oder den lauen Temperaturen liegt, dazu habe ich keine Auskunft erhalten können..

    Die Rede ist von jungen Amseln. Und ich gehe, angesicht ihres Verhaltens mal davon aus, dass sie noch jung sind. In schönster Halbstarkenmanier sitzen sie morgens, wenn ich zur Arbeit fahre, mitten auf dem Radweg beisammen und palavern. Sie sehen mich bestimmt oder wenigstens trifft sie das Licht meiner Fahrradlampe schon früh. Aber, sie bleiben da hocken, schauen über die Schulter zu mir hoch. Und erst im allerletzten Moment, wenn ich, nun schon sehr langsam fahrend, ihnen fast die Flügel stutze, machen sie mir mit einem Hüpfer und laut krakelend ein wenig Platz.


    Immer muß ich schmunzeln, über diese täglichen Mutproben und über die Bilder, die sich in meinem Kopf formieren. Solch, fast lebensbedrohlicher, Übermut scheint nicht nur eine Begleiterscheinung der menschlichen Pubertät zu sein.
  • Fiva (16.11.2009 veröffentlicht in: stimme des tages )
    Am Samstag vor einer Woche sah ich auf 3Sat einen Poetry Slam, unter dem Titel "tot oder lebendig" traten 4 Dichter des Sturm und Drangs (dargestellt durch Schauspieler) gegen 4 Poeten der Gegenwart an.
    Nachhaltig beeindruckt haben mich diie beiden Beiträger von Nina Sonnenberg aka Fiva link, einen davon möchte ich hier präsentieren


  • Herbst II oder auch: Novemberblues (12.11.2009 veröffentlicht in: tätigkeitsbericht )

    Heute, der Tag fing grau und mit Dauerregen an, umfing der Novemberblues nicht nur mich, die mal wieder gut durchfeuchtet vom Fahrrad stieg, sondern fast alle in meiner Umgebung.

    Die KollegInnen stöhnen und erklären unisono, dass der Herbst und besonders der November nichts für sie sei. Gedanken ans Auswandern geben manche zum Besten. Andere beschäftigen sich nach Feierabend intensiv mit der Urlaubsplanung für 2010 und erstatten Bericht bei Flur- und Pausengesprächen. Viele machen es sich bei der Arbeit gemütlich und heizen ihren Arbeitsraum ordentlich, manche schalten Lichterkette ein.

    Für mich sind diese Abwehrmaßnahmen nichts.
    Es überfordert mich, schon Anfang November meinen Urlaub für das nächste Jahr so weit zu planen, dass ich mich mit den KollegInnen über Anwesenheitszeiten auseinandersetzen könnte, überheizte Räume sind mir ein Graus und von Lichterketten habe ich mich Anfang der 90er Jahre verabschiedet.

    Doch was hilft, wenn ich morgens  – wenn´s gut läuft – in leichtem Nieselregen zur Arbeit fahre, tagsüber komplett das Zeitgefühl verliere, weil die Welt sich trübe zeigt, es schon um 15:30 Uhr stockedunkel ist und ich dann zum Feierabend wieder naß von Fahrrad steige (und sage jetzt niemand, nimm doch die Öffis, das ist noch schlimmer).

    An diesen Tagen, wenn mich der Blues so richtig in seinen Fängen hat und ich mich unbändig nach Helle und Wärme sehne, schalte ich nach Feierabend möglichst vieler Lampen in meinen Lebensräumen ein, lege meine LieblingsCD in den Player („repeat all“), gehe vielleicht in die Wanne und sperre so die Novemberwelt eine Weile aus meinen Gedanken aus.
    Und morgen, da steige ich frühmorgens wieder auf das Rad, trotze den Unbillen der Natur ... und am Abend erzählt mir dann mein bester Freund eine Geschichte, die mein Herz erwärmt ...


  • Herbst (11.11.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )



    Nun dauert es nicht mehr lange und es ist Winter.
    Der Herbst verabschiedet sich ebenso wie die Zugvögel, welche in einem  wunderbaren "Abgang in V-Form" über unseren Köpfen ein letztes mal rufen. Unterwegs in den so wunderbaren Süden und wir, wir müssen hier nun verharren und uns in unsere "Nester" zurückziehen.
    Die Abendsonne scheint am Nachmittag, und der "frühe Vogel" sucht den Wurm mit der Taschenlampe.

    Nun warten wir also auf den 22. Dez., um dann endlich wieder hoffen zu können. Denn dann kommt die Sonne wieder früher zum Nasekitzeln und aus dem Schlaf locken.

    Diese Zeit des wartens auf die Wärme des Frühlings ist nicht leicht. So zieht die Kälte ins Land und wir müssen uns schützen vor ihr.
    Ein Grund mehr sich noch ein letzes mal an der Farbenpracht des Herbstes zu laben.

    Nutzt die letzten warmen strahlen der Sonne und genießt die Farbenpracht des Herbstes. Geht raus und und saugt dieses bunte Treiben in euch auf und tragt es in euren Herzen. Es lohnt sich.

    Rückt näher zusammen und erzählt euch Geschichten die das Herz erwärmen.










    (Foto: Benther Berg bei Hannover 8.11.09)
  • Buschtrommeln (11.11.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )

     

    Wenn ich eines überhaupt nicht ausstehen kann, dann sind es E-Mails, die so ganz global, z.B. an  „V_Hannover_alle ...“, gesendet werden.


    Gestern war es wieder so weit. Morgens kurz nach sieben Uhr kam die erste Mail. Und flugs fühlten sich viele bemüßigt, darauf zu antworten. Aber, eben nicht an den Absender der Mail, sondern hemmungslos wurde der Button „allen antworten“ gedrückt. Es entspann sich in der Folge ein wüstes Hin und Her. Ich mag ja Diskussionen, aber doch nicht per Mail! Von Angesicht zu Angesicht, Argumente austauschen, zuhören und natürlich ... nachdenken.


    Ganz „grandios“ war die Aktion, als in irgendeiner „Zweigstelle meiner Arbeitsstelle“ (mehr will ich hier nicht verraten) ein Schlüssel auf der Damentoilette gefunden wurde. Denn die Absenderin nutzte den Verteiler „Global“. Alle, alle in der schönen weiten Arbeitswelt des bundesweit tätigen Unternehmens bekamen die Mail. Und Hunderte beschwerten sich ... nicht bei der Absenderin, mitnichten. Diese Mails wurden wiederum mit „allen Antworten“ quittiert. Der Wahnsinn. In kürzester Zeit war das gesamte Internet gestützte Netzwerk-  mit allen Arbeitsprogrammen - ausgehebelt. Wie dumm kann man eigentlich sein?


    Da lob ich mir doch die Zeit des Briefeschreibens. Da wurde noch überlegt, an wen der Brief gehen sollte, von dem Prozess des Formulierens mal abgesehen. Oder einen Aushang machen (ich habe da einen Schlüssel gefunden), wie wenig Arbeit ist das eigentlich?


    Ich habe den Eindruck, je mehr ich elektronisch vernetzt bin- und bei der Arbeit habe ich darauf wenig Einfluss – um so mehr Müll bekomme ich. Alle wollen beweisen, wie gut sie mit den sogenannten neuen Medien umgehen können und schalten dabei doch das Hirn aus. 

     

    Die Verhältnissmäßigkeit der Mittel, das scheint ein aussterbender Begriff zu sein.



    Ich bin unbedingt dafür, wieder Buschtrommeln einzusetzen. Dann kann ich wenigsten die Fenster zumachen.

    Oder Rauchzeichen?

    Na gut, nicht immer ist das sinnvoll.

    Also doch: erst das Hirn einschalten! dann E-Mails schreiben und  beantworten.

    So schwer kann das doch nicht sein.

  • Abschied (27.10.2009 veröffentlicht in: tätigkeitsbericht )


    Heute machte ich meinen Balkon „herbstfit“ .Manches wurde weggeräumt oder auch entsorgt. Auch die letzten Tomaten habe ich geerntet, zwei Erdbeeren gegessen, zwei blühende Pflanzen eingetopft und die noch immer blühende Kapzinerkresse bewundert. Diese kleinen trotzigen Inseln auf meinem Balkon - das Basilikum blüht, auch die leuchtenden Tagetes (die ich eigentlich gar nicht mag, die mir aber eine Nachbarin geschenkt hat), die Chilischoten werden noch immer rot – konnten mich ein wenig über ein wehmütiges Abschiedsnehmen hinwegtrösten. Der Sommer ist zu Ende.

    Der Herbst zeigt sich gerade trübe. Laue Abende draußen sind weit. Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Abschied vom Leichtbekleidetsein, von Sonnenwärme, die bis in die Seele dringt, vom Entdecken neue Blüten und Früchte in meinem kleinen Paradies, von den Illusionen, die so gern und mit Leichtigkeit Einzug hielten (und manches Mal ihr Unwesen trieben).

    Anderes tritt jetzt Woche für Woche mehr in den Vordergrund. Innere Räume wieder zu finden, sich darin umschauen, neu zu gestalten. Die Zeit von wärmender Bekleidung und Kerzenlicht, Dunkelheit wieder zu akzeptieren und deren Länge auch mal zu schätzen.


    Unter eine Schicht Erde habe ich heute ganz viele Narzissenzwiebeln gesetzt.

  • und ich warte doch (26.10.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )

     


    Ich kann nicht warten, konnte es noch nie.

    Schon als Kind, wartete ich so ungern - auf meinen Geburtstag, dass ich endlich ... bin, dass die Sommerferien beginnen, ich meinen ersten Kuss von einem Jungen bekomme. Später wartete ich dann auf  Freundinnen, Freunde, Liebhaber, meine MitbewohnerInnen, den Urlaub, die nächste Party, den neuen Job, das Weihnachtsgeld ...

    Erschwerend kommt dazu, dass ich (so paradox es klingt), weil ich so ungern warte, auf die Antwort, das Treffen, es endlich wissen will oder endlich beginnen will, viel zu früh dran bin.

    Auch bei anderen Gelegenheiten bin ich häufig die Erste – wenn es darum geht einen Termin einzuhalten, eine Mail zu schreiben, eine Aufgabe zu erledigen, eine Idee umsetzen, das Wort zu ergreifen ...

    Immer wieder nehme ich mir ganz fest vor, abzuwarten, Ruhe zu bewahren, mal zu spät dran, nicht die Erste zu sein. Von Zeit zu Zeit gelingt mir das auch – so mit den Jahren und der Erfahrung. Manchmal freue ich mich darüber, dass es mir gelungen ist. Und dann wieder stresst es mich, zu warten, Zeit zu geben – mir und dem Gegenüber. Und dann übe ich erneut, sage mir, dass ich nicht warten werde, dass ich mich bis zu richtigen Zeitpunkt eben beschäftigen, ablenken werde und dabei am Ende nicht bemerke, wie die Zeit vergeht.

    Vergebens meist, denn bei aller Aktivität, ertappe ich meine Blick doch immer wieder dabei, wie er zur Uhr, über den Posteingang, durch das Café schweift – auf der Suche nach Erlösung aus der Öde des Wartens.

    Und doch hat es was, dieses Warten.

    Die Antwort liegt vielleicht im nebenstehenden Bild, auf das ich bei der Suche  nach einer Beschilderung dieses Textes gestoßen bin - "daydreams" und "soulfood" und die Warterei macht einen Sinn.


     

  • Viel zu selten (25.10.2009 veröffentlicht in: die sinne )
    Viel zu selten kommt es in meinem Leben vor, dass die Nacht taghell erleuchtet und ich die Zeit um mich herum vergesse!
    Viel zu selten fühle ich mich so sehr geborgen, angenommen, warm und akzeptiert!
    Viel zu selten gebe ich mich der Nähe hin und spüre sie so intensiv wie in den vergangenen Tagen!

    Gerade steige ich aus so einer Phase wieder aus und fühle mich sehr gut aber auch ein wenig durchgeschüttelt von der Flut der Emotionen. Mir wird klar, dass ich für ein paar Tage Zeit und Raum hinter mir gelassen habe und währenddessen spontan  nicht den aktuellen Wochentag nennen konnte, geschweige denn an den Nächsten gedacht habe.

    Diese Erlebnisse können mich ziemlich durcheinander bringen, da sie so selten kommen und sich so sehr von dem alltäglichen Erleben der Tagesroutine unterscheiden. Es steht in einem so starkem Gegensatz hierzu, dass ich mich frage, ob dies der Grund für die so starke Intensität des Erlebten darstellt.

    Doch vermutlich ist diese Gedankenflut nur eine Nachwehe aus den letzten Tagen und ich möchte einfach nur danken.
    Danken für diese starken Eindrücke und danken für meine spürbare Liebe zu dir.

    Hieraus schöpfe ich Kraft für den Alltag und es lässt mich wissen für was ich lebe.

    D A N K E
  • Wünsche (21.10.2009 veröffentlicht in: weltweit )

    In den letzten Tagen bin ich –anlassgemäß - mehrmals gefragt worden, was ich mir wünsche.

    Mir fiel natürlich so auf die Schnelle, wieder nichts ein. Ein Buch ist immer gut, etwas Schönes, bitte kein Einstäubchen, vielleicht frische Musik oder ??? Was wünscht Du dir denn nun – schon mit einem etwas genervten Unterton. Ja, was kann ich denn dazu noch sagen. Mach´ dir doch Gedanken darum, was mich erfreuen könnte, irgendeine Kleinigkeit oder eben auch mal nichts, nur deine Anwesenheit.

    Wünsche, ja da habe ich viele.

    Zunächst einmal sind da so ganz schnöde Wünsche: lange Stiefel und eine Hose, endlich einen großen Tisch für Gäste, ach und die Handschuhe sind morgens auch zu dünn, mal wieder im Urlaub verreisen ...


    Aber bei näherem Betrachten, wünsche ich mir anderes viel sehnlicher.

    Und wenn ich es bekomme, wünsche ich es mir doch immer wieder. Gute Gespräche und auch mal ein einfaches Zuhören, ohne das gleich „das Hämmerchen herausgeholt wird“ – Nähe.  Schon schwieriger: dass mein Arbeitgeber dafür sorgt, dass meine KollegInnen und ich die Arbeit auch schaffen können, dass „er“ das Controlling, die Politik auch mal außen vor läßt - Anerkennung. Dann benötige ich, wie sicher jeder Mensch, Liebe und Akzeptanz. Ich wünsche mir, dass sich meine wochenlange Erkältung endlich in Luft auflöst. Ich will tanzen und wünsche mir gute Patrys dazu.

    Diese Gedanken an Wünschenswertes führen zu Größerem.

    Ich wünsche mir den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie, wirklich sichere Endlager für den Schrott, der in unzulänglichen Lagern zeitbombengleich vor sich hinrottet. Ich wünsche mir deutlichst weniger Co2-Austausch, ein  Ende des Handels mit Emissionen, eine wirklich wirksame Entwicklungspolitik, das Ende der Regenwaldabholzung ... Manch ein anderes Staatoberhaupt, wünsche ich mir auch und Bildung für alle in allen Ländern der Welt, dass meine EnkelInnen in einer sauberen, gesunden, lebenswerten Welt ihren EnkelInnen erhobenen Hauptes begegnen können.

    Ach, ich habe so viele Wünsche an meine Mitmenschen.

     

    Und denen, die mich in den nächsten Tagen nach meine Wünschen fragen, sage ich, laß uns gemeinsam die Welt mindestens ein kleines bisschen besser machen.

  • online - oder auch nicht (16.10.2009 veröffentlicht in: tätigkeitsbericht )

    Freitag Abend, 24 Uhr und ich bin mal wieder ziemlich geschafft von der Woche.
    Doch so langsam verflüchtigen sich die Gedanken an die Arbeit.
    Einer Art erschöpfter Unruhe am Anfang des Abends, ist einer instabilen schöpferischen Ruhe gewichen.
    Jetzt brauche ich noch nicht ins Bett gehen, kein Wecker klingelt um sechs. Ich habe Zeit. Und die würde ich gern nutzen.
    Ich will ein paar E-Mails an Menschen, die mir wichtig sind, schreiben. Briefe, für die ich Zeit und Muße benötige.
    Und nun das! Mein Provider führt vonn 22:00 bis 10:00 Uhr morgen Wartungsarbeiten durch. Ich kann keine Mails abrufen, keine senden.
    Das hatte ich heute doch schon mal! Bei der Arbeit wurden wir heute ab 13 Uhr vom Server getrennt. Es wurde vorher angekündigt, dass ab Mittag kein Programm mehr läuft.  Doch hätte ich gern noch ein, zwei Stunden länger gearbeitet, um die letzten zwei Tage vor meinem Urlaub keine Überstunden mehr machen zu müssen.
    Schon komisch, wie sehr ich mich in den letzten, sagen wir mal fünf, Jahren daran gewöhnt habe, Internet gestützte Programme zu nutzen, bei der Arbeit permanent und zuhause zu jeder beliebigen Zeit E-Mails zu bekommen und zu schreiben.
    Ich habe jetzt drei Optionen. Ich greife zu Stift und Papier und schreibe mal wieder richtige Briefe oder ich nutze word als Entwurfsplattform und sende eben erst morgen oder ich lasse es heute ganz mit dem Briefe schreiben.
    Vielleicht will "die Welt" heute Abend draußen bleiben. ..........
    ...... Und vielleicht will sie auch von mir gerade nichts erfahren.






    (ich werde dies jetzt trotzdem hier veröffentlichen, denn ich bin trotzig)
  • Liebesleben - auch nicht immer einfach (13.10.2009 veröffentlicht in: zu gast )
    Mark hat mal wieder einen Comic für unseren blog freigegeben, danke.
    Hoffentlich können wir bald mehr und Neues von ihm ansehen. Ich drücke die Daumen.
  • die heutigen Nachrichten (12.10.2009 veröffentlicht in: nachrichtenbox )
    Die heutige Sendung der Tagesschau war bunt und so düster zugleich. Auf unterschiedliche Weise haben mich heute gleich drei Beiträge "berührt", sich in meinem Kopf festgesetzt.

    Beim ersten Beitrag, den ich für kommentierenswert hielt, ging es um die politischen Bündnisse auf Länderebene und die Reaktionen aus Berlin dazu. Nur so viel an Kommentar nun an dieser Stelle: schön, dass die potische (Bündnis-) Landschaft jetzt bunter wird. Experimente im Saarland (mutige Zünglein an der Waage, die Grünen) und in Brandenburg (Berlin macht es ja vor) gestalten Politk bestimmt spannender.

    Beim zweiten Beitrag ging es um den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Eigentlich ist das so ein Gebiet, in das ich bisher nicht wirklich tiefer eingedrungen bin. Nun heute also die Mitteilung, dass die eine Hälfte des Nobelpreises an eine Frau geht. Eine Frau, die eine für mich ganz wesentliche Zukunfstfrage in Zeiten des (finanziell motiviertem)  Strebens nach totaler Globalisierung, so schön wieder auf den Punkt und in den lokalen Bezug bringt.
    "Die Wissenschaftlerin geht dabei der Frage nach, wie öffentliche Güter - etwa Weideland oder Fischgründe - durch Nutzergemeinschaften verwaltet werden können. Dabei widerlegte sie die gängige Theorie, wonach Gemeinschaftseigentum von den Nutzern ausgebeutet wird und deswegen entweder reguliert oder privatisiert werden sollte. "Ostroms Arbeit lehrt uns Neues über die tiefen Zusammenhänge, die die Kooperation in der Gesellschaft am Leben erhalten", erklärte das Nobel-Komitee. Ostrom unterrichtet derzeit Politikwissenschaft an der Universität von Indiana in Bloomington." (von der Tagesschauseite geklaut)

    Der dritte Beitrag heute in den Nachrichten, an dem ich noch "kaue", hat auch wieder etwas auf den Punkt und in die Hauptsendezeit gebracht, das die meisten politisch und wirtschaftwissenschaftlich Interessierten schon lange wissen: unsere "offizielle" Entwicklungspolitik taugt nichts. Am Beispiel von Burkina Faso wird deutlich gemacht, dass Exporte von Hilfsgütern die Wirtschaft eines Landes erst richtig in die Pleite treibt und nur für die Lobbyisten der Geberländer nachhaltig ist. (zum Selberschauen: Tagesschau )

    Und nach diesen Nachrichten ist der Spagat des eigenen kleinen Lebens - zwischen der Suche nach der Portion Glück und dem Wissen, was in der Welt geschieht - eigentlich kaum zu schaffen.







  • Was mich durch´s Leben trägt (11.10.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )

    Was mich durch´s Leben trägt, was für den All-Tag lebenswert-erhaltend ist:

    Stunden im Gespräch mit meinem besten Freund,

    Musik, bei der Text, Gesang und Instrumentierung auf´s Beste harmonieren,

    ein Essen, für jemanden kochen und mit Genuss gemeinsam speisen,

    auch mal, häppchenweise 1- 6 Stück dunkle Schokolade,

    Begegnungen, die mich anregen,

    tanzen, nur bei mir dabei.

    Kleine Fluchten.
  • „ Die Instrumente des Herrn Jørgensen“ ( 8.10.2009 veröffentlicht in: buch der woche )

    von Georg Jonathan Precht und Richard David Precht (Goldmann Verlag, Peter M.!) ist mein Buch der Woche.
    570 Seiten pralles Leben auf einer kleinen dänischen Insel, beobachtet von einem Kopenhagemer Kriminalassistenten, der zur „sozialtechnischen Assimilationsschulung zur Stärkung der Orientierungsleistung wahrnehmungsgeopraphischer Akkomodationsprozesse“ in die Provinz geschickt wurde.
    Natürlich stellt sich Ansgar Jørgensen, als er gleich nach seiner Ankunft zur Beerdigung eines Inselunikums mitgenommen wird, die Frage, ob der Verblichene einen natürlichen Tod starb. In der Folge lernt er nicht nur die Inselbevölkerung näher kennen, sondern erforscht auch die Gedankengänge eines früheren Kommissars, dessen Archiv er, mangels richtiger Polizeiarbeit, zu ordnen hat.
    Ein Buch über äußeres und inneres Chaos, die Ordnung der Welt, die Macht der Kreativität, das mit Ausflügen in die Naturwissenschaften, in Theologisches und Medizinisches, das nebenbei den Assimilationsprozess eines Städters in die bäuerliche Ordnung eine Kleinstinsel beschreibt.
    Ein wunder-volles Buch. Mit schönen Schilderungen und wunderbaren Zustandsbeschreibungen von Mensch, Natur ...


    „Sich die Augen reibend, trottete er mit zerknitterter Laune ins Bad, überlegte einen Moment, den tropfenden Brausekopf widerwillig musternd, ob er sich zur Belebung seines Kreislaufs unter die kalte Dusche stellen sollte, strich sich aber nur widerwillig die Arme, ging runter in die Küche und machte sich Tee. ... Nachdem er sich auf den Stuhl geklemmt hatte, wagte er nun wieder einen vorsichtigen Blick in seine Gedanken. So munter und wild sie am Nachmittag noch durcheinander getollt waren, so träge und lustlos hockten sie jetzt beieinander, zu mürrisch, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Jørgensen wendete alle Kniffe an, versuchte es mit Tricks und Geduld, doch nicht half. Resigniert stand er auf und drehte einige Runden im Raum. ...“

  • freie Radikale ( 7.10.2009 veröffentlicht in: wunderschöner all tag )

    Jetzt sind sie wieder unterwegs, die Radikalen

    Auch bei mir im Hinterhof ist seit Stunden so ein Radikaler ganz offen am helllichten Tag zugange. Nichts mit: in einer Nacht-und-Nebel-Aktion flink die Gesellschaft  mittels eines Statements wachrütteln, eben mal ein Zeichen setzen und wieder im Untergrund verschwinden. Mitnichten.

    Dieser Hinterhofradikale agiert ganz legitim. Indirekt auch von mir gesponsert, denn von seinem Gehalt zahle auch ich einen Anteil mittels meiner monatlichen Mietnebenkosten. Aber meine Sympathie hat es deswegen noch lange nicht. Ganz im Gegenteil.

    Seit Stunden wird im Hof geknattert, gebrummt und akustisch vielfältig genervt. Ich mag sie nicht diese Radikalen, die mit ihren Maschinchen und Geräten der Natur mittels brachialer Motorgewalt zu Leibe rücken.

    Das Ergebnis des Radikalen Tagewerks ist wirklich radikal. Zwei Meter hohe Büsche fristen nun ihr Dasein auf Kniehöhe, andere sind gänzlich der neuen Motorsäge zum Opfer gefallen. Kein behutsamer Rückschnitt ist zu erkennen. Der Hinterhofradikale hat eher nach dem Motto“ weg mit den Alpen, freie Sicht auf´s Mittelmeer“ agiert. Wobei weder vorher noch nacher von den Alpen oder vom Mittelmeer eine Spur war bzw. ist.

    Zurück bleibt einzig ein wüste Leere.

    So habe ich jetzt wenigstens wieder freie Sicht auf den überaus charmanten Parkplatz des Bürogebäudes schräg gegenüber.

     

    (Ach und wenn das Laub erst fällt ...)

     

     

     

    Und jetzt? Jetzt werde ich den letzten farbenprächtigen Sommerblumen auf meinem Balkon eine Extraportion Wasser und Liebe angedeihen lassen.
    Auf das sie noch lange sprießen, mir ein Stück Sommer erhalten und meinem Blick auf Nahsicht bannen.





  • Lautmalerei ( 7.10.2009 veröffentlicht in: die sinne )

    In den letzten Tagen geht mir das Wort „Lautmalerei“ immer mal wieder im Kopf herum.

    Gestern zum Beispiel ging einiges an Kleinigkeiten schief und ich ertappte mich dabei, dass ich laut „goah“ (oder so ähnlich) von mir gab. Es war ein überaus passendes Geräusch.

    Na, und eine fette Erkältung habe ich auch nach ein paar Tagen „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ auch noch nicht richtig auskuriert. So begleiten also eine verstopfte Nase und Hustenanfälle meine verbalen Äußerungen. Wenn das keine Lautmalerei ist.

    Dazu fällt mir ebenso ein, dass ich jetzt, wo die Balkonsaison zu Ende ist, wieder viel Musik höre – stimmungsvolle Lautmalerei an sich -  und meine Versuche, trotz unverständlichem Text, mitzusingen, rangieren sicher auch unter Lautmalerei.

    Seufzen, in allen Facetten, so ein wunderbares Stimmungsbarometer, ist mir fast die liebste Lautmalerei ....

    Ich werde meine Lautmalerei, wenn ich für mich allein bin, kultivieren. Denn so kann ich einem Gefühl Ausdruck verleihen, für das ich vielleicht gerade nicht sie richtigen Worte habe oder für das ich keinen Adressaten habe oder benötige.
  • FDP-Ergebnis bietet Chancen: Jetzt den bundesweiten Volksentscheid fordern! (29.09.2009 veröffentlicht in: deutschland, von innen )

    Mit der starken FDP in der schwarz-gelben Regierungskoalition sind zu Recht viele negative Erwartungen verbunden: Für die Einführung von bundesweiten Volksentscheiden sind die Chancen allerdings gestiegen...    mehr

  • für´s Herz: Jamie (28.09.2009 veröffentlicht in: stimme des tages )
    Gestern habe ich ich wieder etwas für mein Herz getan.
    Eine Stunde Cardiotraining mit Jamie Cullum im Ohr  - und die Welt war in Ordnung.

    Für Alle, die auch etwas für ihr Herz tun wollen:




  • Ende einer Woche (26.09.2009 veröffentlicht in: spot(t)licht )

    um 21 Uhr wollte ich schon ins Bett gehen heute. an einem Samstag! unglaublich, wie müde ich war. ernsthaft habe ich überlegt, ob ich nicht sofort ins Bett gehe.

    und nun das! wieder topfit, im Kopf purzeln die Gedanken und formen sich zu Sätzen, Ideen ...

    irgendwie hat mich das Sitzen vorm TV, die Ami-Komödie darin, wieder erholen lassen.

    da habe ich für meine GEZ-Gebühren doch mal richtig was bekommen –Entspannung UND Energie.

  • zur freien Wahl (26.09.2009 veröffentlicht in: deutschland, von innen )

    Bin ich froh, wenn die Bundestagswahl endlich erledigt ist!

    Diese Plakate „wir können mehr, Deutschland hat die Kraft, mit uns voran und (was auch immer) ... abwählen, gegen ..., für ...“ mit riesigen Köpfen, die gut gestylt, stumpfsinnige Parolen mit null Aussage verkaufen wollen. Ich fühle mich belästigt! Schon früh morgens am grinsenden Steinmeier, an der milde lächelnden Kanzlerin vorbei fahren zu müssen, abends dann im TV den Wahlwerbespots kaum entkommen, finde ich auch noch zuhauf E-Mails, die mir etwas verkaufen wollen und mir suggieren „jetzt haben Sie die Wahl in der Hand“.

    Ich weiß, was bzw. besser welches Programm, welche politische Ideologie ich morgen wählen werde. Mich muß niemand mittels der gigantischen Wahlwerbetrommel überreden, mein Wahlrecht auszuüben.


    Viel erschreckender, als diese aufgemotzte Poltitpropaganda finde ich aber, dass immer weniger Menschen zur Wahl gehen, dass viele kein Interesse (mehr) an Politik haben.

    Wie kann ich ein Wahl akzeptieren, an deren Ergebnis so wenige Menschen mitgewirkt haben? (Und wie könnte es eigentlich den „vom Volk Gewählten“ damit gehen?)

    Die Wahlbeteiligung, ob bei Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen sinkt kontinuierlich.

    Daran ändert auch ein Wahlkampf nicht.

    Warum wird  um des Volkes Stimme nur zur WiederWahl gebuhlt?

    Könnte es nicht sein, dass mit einer echten Volksvertretung, bei der die Bevölkerung (und nicht nur die Wahlberechtigten) um ihre Meinung gebeten wird, die Menschen mit Poltik überhaupt erst etwas anfangen können?

    Warum werden die Millionen, die in den Wahlzirkus gesteckt werden, nicht besser dazu genutzt, Menschen an Politik wirklich teilhaben zu lassen, sie zu poltisch Interessierten und Informierten (heran-) wachsen zu lassen?


  • Atomkraft: Flashmob aktuell wie nie! (23.09.2009 veröffentlicht in: deutschland, von innen )
    Nachdem es heute nun sogar durch die "goßen" Medien ging (Tagesschau und heute journal) ist unser Hinweis auf den angekündigten Flashmob in Hannover brandheiß!
    Wir hatte schon einmal das Thema hier auf dem Tablett. Doch diesmal werden auch die lokalen Leser bedient.

    Am kommenden Freitag geht es gegen 15:30 Uhr auch in Hannover los.

    Kommt zu hauf!


    Hier ein Textauszug aus einer Infomail von Campact e.V. :

    Am kommenden Freitag, den 25. September um 16.00 Uhr wollen wir in Hannover mit möglichst vielen Menschen einen Flashmob beim Wahlkampfauftritt von Guttenberg durchführen. Sind Sie mit dabei? Flashmobs sind eine relativ neue
    Aktionsform: Menschen kommen zu verabredeter Ort und Zeit zusammen, um gemeinsam eine kurze, aber aufsehenerregende Handlung durchzuführen und gehen dann wieder auseinander. Schon bei anderen Flashmobs haben die Medien intensiv darüber berichtet.

    Unser Plan: Möglichst viele Atomkraftgegner/innen mischen sich kurz vor 16.00 Uhr auf dem Hannoveraner Opernplatz unter die wartenden Teilnehmer/innen der Wahlkampfveranstaltung - am besten in der Nähe der Bühne. Wenn das erste Mal während der Rede von Guttenberg geklatscht wird, geht es los: Wir halten Plakate mit der Aufschrift "Schwarz-Gelb - Jawoll!"
    sichtbar in die Höhe. Zunächst 30 Sekunden nach vorne zum Redner und dann 30 Sekunden nach hinten ins Publikum. Wir wirken wie begeisterte Parteianhänger/innen.

    Danach klappen wir das zuvor gefaltete Plakat auf: Jetzt ist ein schwarz-gelbes Atommüllfass oder ein schwarz-gelber Totenkopf mit Radioaktivitätszeichen zu sehen. Wieder halten wir die Plakate 30 Sekunden nach vorne und 30 nach hinten. Danach falten wir die Plakate wieder zusammen und verlassen die Menschenmenge.

    Ein Plakat können Sie sich auf dem Georgsplatz, südwestlicher Bereich, Ecke Georgswall; zwischen 15:00 und 15:45 Uhr abholen. Dort wird ein Campact-Aktiver mit Plakaten in der Hand auf Sie warten. Dort können Sie sich auch mit anderen Campact-Aktiven zusammenschließen und in kleinen Gruppen gemeinsam auf die Veranstaltung gehen. Wenn Sie planen zu kommen, wäre es schön, wenn Sie uns dies mit einer kurzen Mail an richter@campact.de mitteilen würden (bitte Ihre Stadt mit angeben). Dann können wir die Anzahl der benötigten Plakate besser abschätzen.
    Bitte bringen Sie - wenn möglich - eine Armbanduhr mit Sekundenzeiger mit.

    Weitere Infos:
    http://www.campact.de/atom2/flashmobs
  • Niedersachsen gegen Atomkraft (23.09.2009 veröffentlicht in: deutschland, von innen )
    Ein breites Bündnis der Gesellschaft tritt dafür ein, dass am Atomausstieg nicht gerüttelt werden darf.

    Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, den Niedersachsenaufruf zu unterstützen. Gewerkschafter, Betriebs- und Personalräte, Vertreter der Bürgerinitiativen gegen Atomkraft, Politiker, Kulturschaffende und Sportler haben dazu aufgerufen, sich an der laufenden Unterschriftenaktion gegen Atomkraft zu beteiligen....

    Hier klicken und mitmachen
  • Lohn des Frühaufstehens (22.09.2009 veröffentlicht in: tätigkeitsbericht )
    Heute Morgen war ich schlagartig um 5:30 Uhr hellwach.
    Ausnahmsweise bin ich gestern früher als sonst ins Bett gegangen und prompt war nach sechseinhalb Stunden Schlaf die Nacht für mich vorbei. Dunkel und auch kalt war es, ein Vorgeschmack auf die nächsten Monate.

    Aber dann, auf dem (frühen) Weg zur Arbeit, welch` Stimmung an meinem Fluss!
    Leichter Nebel auf dem Wasser. Der Himmel strahlte vom Horizont aus und die Wolken darin glommen rot, rosa, hellblau. Zwischen den dünnen Nebelschleiern brach sich das Licht im Wasser. Die Lichter der Stadt verblassten nach und nach und schalteten sich schließlich aus.

    Der Tag brach sorgsam gedimmt an.

  • Ein Bild für meine Tochter (20.09.2009 veröffentlicht in: kindheit )
    Hallo meine Süße - speziel für dich ein dicker Gruß.
    Aber bis der Osterhase kommt dauert es noch ein wenig...
  • Sandkasten (20.09.2009 veröffentlicht in: die sinne )
    Für alle die in diesem Jahr nicht am  Meer waren und das Gefühl vermmissen, den Sand durch die Finger rieseln zu lassen habe ich hier einen Tipp. This ist sand (www.thisissand.com) ist eine Séite, auf der man einfach mit der rechten Maustaste den Sand rieseln lassen kann. Der Sand rieselt auf eine so natürliche Weise, dass ich anfangs echt überrascht war über die Technik die heutzutage möglich ist. Am besten den Lautsprecher schön weit aufdrehen, dann hört ihr sogar wie der Sand rieselt. Drückt man auf der Seite zwischenduch die Taste "c" lässt sich ohne Probleme die Farbe des Sandes wechseln.
    Da ja die Kürbiszeit naht habe ich mir erlaubt, euch allen einen kleinen, dreieckigen Halloweenkürbis zu malen streuen. Hier das Ergebniss.

  • der HUNDERTste (20.09.2009 veröffentlicht in: tätigkeitsbericht )
    Wer hätte das gedacht.

    Wir sind immer noch dabei. Seit fast einem Jahr bestücken wir den blog mit Trivialem, Politischem, vielleicht auch Außer-, Ungewöhnlichem, individuell, mit Gedanken und Statements - mal kraus, mal glatt, Filmen, Texten, Bildern und immer mit Spaß am bloggen.

    Wir haben auch Leserinnen und Leser, noch zu wenig Kommentierende, vielleicht auch einen Fan (oder A.?).

    Ich habe auch längst gelernt, links und Bilder einzufügen - für Videos ist zeh kah zuständig, denn mir begegnen zu wenige Sehenswerte. Gern schreibe ich weiter.

    Und zum 100. (blog-Artikel) wünsche ich mir, dass wir mal wieder unter der Rubrik "zu gast" einen neuen Comic von Marc oder ein Bild, einen Text, ein ? von jemandem, den wir kennen; veröffentlichen können.

    Herzlichen Glückwunsche zeh kah - man sollte die Feste feiern, wie wir sie uns erdenken.

    P.S. auf dem Foto ist weder M. noch zeh kah zu sehen.
  • Rückwärtsgang (20.09.2009 veröffentlicht in: denk-mal )
    Eben im Gespräch mit meinem besten Freund, entschlüpfte mir der Satz "ich mag nicht mehr rückwärts gehen":
    Der Anlass war banal, aber den Sinn dahinter resümierten wir zum Ende des Abends.

    Ich mag den Rückwärtsgang nicht .
    Mal kurz zurück schauen, ja. Im Vergangenen nicht verhaften bleiben, sondern den Blick zurück eher als Inventur ansehen, Erinnerungen wieder an ihren Platz stellen.
    Dann aber links und rechts schauen, das Jetzt nehmen und gestalten, auch mal hurtig ein wenig Zukunft denken.

    Und am Besten ist es, wenn der Fluss der Zeit gerade nicht wichtig ist und "es" einfach nur fließt.

  • Nachtbarden (19.09.2009 veröffentlicht in: zu gast )
    Am Dienstag (22.09.09) ist es wieder so weit: die Nachtbarden lesen uns was vor.
    "Und da werden Geschichten gelesen, die uns in den heißen Monaten in den Kopf gestiegen sind." schreiben sie in der Bekanntmachung dazu. Wie immer gibt es auch einen Gastleser.
    Ich bin schon gespannt, denn ich habe Freude am (vorgelesenen) Wort.
    Und bis dahin höre ich mir vielleicht noch ein Audio aus einer der vorangegangenen Lesungen an link .

  • kennen lernen (11.09.2009 veröffentlicht in: denk-mal )

    Kennen lernen meint: ich lerne - jemanden kennen. Wenn es gut läuft, ist der Lernprozess auch nach 20 Jahren nicht abgeschlossen.

    Stück für Stück, Begegnung für Begegnung taste ich mich vor, lerne dazu. Außen, innen und Blick, Geste und Neues, Altes und Vertrautes, Fremdes und Themen, Tiefen. Ich lerne: zu hören, zu sprechen, zu streiten, da zu sein, mit zu sein, bei zu sein.

    Ich lerne und erlange Übung. Ich mache Fehler und bügele manche aus. Ich werde auf die Probe gestellt - von mir, vom Gegenüber. Ich stelle fest und hinterfrage. Ist es jemand, mit dem ich sieben, acht Stunden reden und zusammen sein oder jemand mit dem ich maximal drei Stunden gemeinsam sein kann? Stellt sich dieser flow ein, dieses Gefühl ganz und da und beim Gegenüber zu sein oder streift das Gespräch eher das Außen, hüpft von Blüte zu Blüte? Ist es Kraftquelle oder eher ein Energiefresser? Muss ich jemanden häufig sehen oder können auch mal Wochen, Monate dazwischen sein, um miteinander sein zu können? („Sprich mit mir, denn ich möchte auch hören, was Du sagst“)

    Wenn ich von Mal zu Mal, von Jahr zu Jahr Neues entdecke, Bekanntes erkennen kann, auch mal verblüfft bin, lernt „es“ sich mit großer Freude.

  • Wahl-o-mat ( 6.09.2009 veröffentlicht in: deutschland, von innen )
    Es ist wieder soweit, seit ein paar Tagen steht der Wahl-o-mat link   (bei wem hier der link nicht funktioniert:: www. wahl-o-mat.de) der Bundeszentrale für politische Bildung zur Bundestagswahl wieder im Netz.

    Hier kann sich jede und jeder zu 38 Thesen positionieren und an Hand der Ergebnisse die Übereinstimmung mit den zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien überprüfen.

    Vor vier Jahren habe ich den Wahl-o-mat schon einmal ausprobiert. Damals war ich ein wenig überrascht über das Ergebnis. Heute habe ich den Wahl-o-mat wieder genutzt, denn ich bin ein neugieriger Mensch (was ich wählen werde, weiß ich schon lange).
    Schön ist, dass ich mein Ergebnis ich dann gleich mit der Positionierung der Parteien zu den Thesen vergleichen konnte.

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  • : 22.10.1960
  • : nee, über uns: wir sind zwei, von verschiedenen Geschlecht,zwischen 168 und 200 cm groß, Seelenverwandte vielleicht

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