Lasse dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“sagen und
Verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume. Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst
mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich „verantwortlich“ zu sein.
Tue es aus Liebe.
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib weiter Geld aus. Mache es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei. Lache eine Menge.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantastische Träume,
Zeichne auf die Wände. Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert. Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu. Öffne dich. Tauche ein.
Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kinde in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.
... und ich sage: Tanze so viel wie möglich.
Joseph Beuys
eatmet habe. Klar und rein und mir ein Gefühl gebend, dass es richtig und gut ist was ich atme und was ich entscheide.
nach wochen der extremen arbeit und gesundheiltlichen einschränkungen
nach monaten des nicht-reden-nicht-zuhören-wollens
nach jahren des .... (hier wissen nur die, die mich kennen, was gedacht ist – für alle anderen ist es nicht so wichtig)
mit rollen, die auch ermüden
mit einem wollen, das nicht immer zur tat wird
mit wünschen, die sich im kreise drehen
passiert etwas
eine positive entwicklung, die schon fast aus dem eperimentierstadium heraus ist
ein tendenz
hoffentlich bald, mit einem umfassenden einsehen
und dann mit überaus erfreulichen taten
und nachhaltigkeit:
ich
Co2-Emissionen
...
...
ich wünsche
allen Lesernnen und Leser dieses blogs
ein paar wunderbare Tage
mit ein bisschen Luxus -auf vielen Ebenen,
mit schönen Momenten,
mit Lachen und Besinnung.
alles im genau richtigen Maß.
wie auch immer Du Weihnachen feierst, genieße es.
Sag mal - Du hast doch grade nichts zu tun
Erklär mir Arbeit -
Arbeit? Ja.
Arbeit mein Freund
- Das wird Arbeit
Na los
Na gut:
Also was das Schaf da mit dem Gras macht:
Keine Arbeit - Ach?
Was man später mit dem Schaf macht
Das ist Arbeit - Aha
Generell alles was Spaßl; macht:
Keine Arbeit - Och
Generell was man im Gras macht
Keine Arbeit - Ach so
Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit
Und die Lilien auf dem Feld haben:
Keine Arbeit - Na ja, aber
Sie haben kein Ziel, Jens, haben kein Geld, haben
Keine Arbeit - Das geb ich ja auch zu, aber
Aber wer das Feld bestellt hat
Der hat Arbeit - Hm
Und wenn die Welt kein Feld bestellt hat?
Trotzdem Arbeit
Und wenn man ein Zelt auf dieses Feld stellt?
Keine Arbeit - Oh.
Aber wer am Morgen vor dem Zelt bellt
Der hat Arbeit - Ach,
Ein Hund hat Arbeit?
Ja, der Hund hat Arbeit
Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und:
Du bist Preußen!
Eins und zwei und eins und zwei und eins und zwei und: fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Schluss
Wofür man morgens aus dem Bett fällt
Das ist Arbeit - Okay das hab ich verstanden
Wer sein Abdomen sich zum Brett stählt:
Das ist Arbeit - Aber das tut doch weh
Also, der Atlas, der die Welt hält
Der hat Arbeit - Ach, jetzt hör aber mal auf
Wer einen Atlas für die Welt hält
Der hat - ?
Und der den Stein da auf den Berg rollt
Der hat Arbeit - Jau
Wer sein Bein hebt, übern Berg tollt:
Keine Arbeit -
Ja, aber Moment mal, was ist mit dem Hund - ?
Nein, der Hund macht Arbeit
Ah ja -
Wir singen: Ohne Arbeit wär das Leben öde ...
Wer ein Haus baut, einen Baum pflanzt
der hat Arbeit - ja, ist klar
Aber wer aus dem Haus schaut, um den Baum tanzt
der macht Arbeit ... na ja, aber wenn...
Jetzt reicht's aber, ihr beiden:
An die Arbeit!
Musik:Tourette/ Holofernes, Text: Holofernes
Also, mir macht das Wetter ja gerade - wie sicher vielen anderen Menschen - überhaupt keinen Spaß. Doch habe ich in den letzten Tagen eine Spezies entdeckt, die momentan eine unbändige Lebenslust zu verspüren scheint. Ob es am steten Regen oder den lauen Temperaturen liegt, dazu habe ich keine Auskunft erhalten können..
Die Rede ist von jungen Amseln. Und ich gehe, angesicht ihres Verhaltens mal davon aus, dass sie noch jung sind.
In schönster Halbstarkenmanier sitzen sie morgens, wenn ich zur Arbeit fahre, mitten auf dem Radweg beisammen und palavern. Sie sehen mich bestimmt oder wenigstens trifft sie das Licht meiner
Fahrradlampe schon früh. Aber, sie bleiben da hocken, schauen über die Schulter zu mir hoch. Und erst im allerletzten Moment, wenn ich, nun schon sehr langsam fahrend, ihnen fast die Flügel
stutze, machen sie mir mit einem Hüpfer und laut krakelend ein wenig Platz.
Wenn ich eines überhaupt nicht ausstehen kann, dann sind es E-Mails, die so ganz global, z.B. an „V_Hannover_alle
...“, gesendet werden. 
Gestern war es wieder so weit. Morgens kurz nach sieben Uhr kam die erste Mail. Und flugs fühlten sich viele bemüßigt, darauf zu antworten. Aber, eben nicht an den Absender der Mail, sondern hemmungslos wurde der Button „allen antworten“ gedrückt. Es entspann sich in der Folge ein wüstes Hin und Her. Ich mag ja Diskussionen, aber doch nicht per Mail! Von Angesicht zu Angesicht, Argumente austauschen, zuhören und natürlich ... nachdenken.
Ganz „grandios“ war die Aktion, als in irgendeiner „Zweigstelle meiner Arbeitsstelle“ (mehr will ich hier nicht verraten) ein Schlüssel auf der Damentoilette gefunden wurde. Denn die Absenderin nutzte den Verteiler „Global“. Alle, alle in der schönen weiten Arbeitswelt des bundesweit tätigen Unternehmens bekamen die Mail. Und Hunderte beschwerten sich ... nicht bei der Absenderin, mitnichten. Diese Mails wurden wiederum mit „allen Antworten“ quittiert. Der Wahnsinn. In kürzester Zeit war das gesamte Internet gestützte Netzwerk- mit allen Arbeitsprogrammen - ausgehebelt. Wie dumm kann man eigentlich sein?
Da lob ich mir doch die Zeit des Briefeschreibens. Da wurde noch überlegt, an wen der Brief gehen sollte, von dem Prozess des Formulierens mal abgesehen. Oder einen Aushang machen (ich habe da einen Schlüssel gefunden), wie wenig Arbeit ist das eigentlich?
Ich habe den Eindruck, je mehr ich elektronisch vernetzt bin- und bei der Arbeit habe ich darauf wenig Einfluss – um so mehr Müll bekomme ich. Alle wollen beweisen, wie gut sie mit den sogenannten neuen Medien umgehen können und schalten dabei doch das Hirn aus.
Die Verhältnissmäßigkeit der Mittel, das scheint ein aussterbender Begriff zu sein.
Ich bin unbedingt dafür, wieder Buschtrommeln einzusetzen.
Dann kann ich
wenigsten die Fenster zumachen.
Oder Rauchzeichen?
Na gut, nicht immer ist das sinnvoll.
Also doch: erst das Hirn einschalten! dann E-Mails schreiben und beantworten.
So schwer kann das doch nicht sein.
Heute machte ich meinen Balkon „herbstfit“ .Manches wurde weggeräumt oder auch entsorgt. Auch die letzten Tomaten habe ich geerntet, zwei Erdbeeren gegessen, zwei blühende Pflanzen eingetopft und die noch immer blühende Kapzinerkresse bewundert. Diese kleinen trotzigen Inseln auf meinem Balkon - das Basilikum blüht, auch die leuchtenden Tagetes (die ich eigentlich gar nicht mag, die mir aber eine Nachbarin geschenkt hat), die Chilischoten werden noch immer rot – konnten mich ein wenig über ein wehmütiges Abschiedsnehmen hinwegtrösten. Der Sommer ist zu Ende.
Der Herbst zeigt sich gerade trübe. Laue Abende draußen sind weit. Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Abschied vom Leichtbekleidetsein, von Sonnenwärme, die bis in die Seele dringt, vom Entdecken neue Blüten und Früchte in meinem kleinen Paradies, von den Illusionen, die so gern und mit Leichtigkeit Einzug hielten (und manches Mal ihr Unwesen trieben).
Anderes tritt jetzt Woche für Woche mehr in den Vordergrund. Innere Räume wieder zu finden, sich darin umschauen, neu zu gestalten. Die Zeit von wärmender Bekleidung und Kerzenlicht, Dunkelheit wieder zu akzeptieren und deren Länge auch mal zu schätzen.
Unter eine Schicht Erde habe ich heute ganz viele Narzissenzwiebeln gesetzt.
Ich kann nicht warten, konnte es noch nie.
Schon als Kind, wartete ich so ungern - auf meinen Geburtstag, dass ich endlich ... bin, dass die Sommerferien beginnen, ich meinen ersten Kuss von einem Jungen bekomme. Später wartete ich dann auf Freundinnen, Freunde, Liebhaber, meine MitbewohnerInnen, den Urlaub, die nächste Party, den neuen Job, das Weihnachtsgeld ...
Erschwerend kommt dazu, dass ich (so paradox es klingt), weil ich so ungern warte, auf die Antwort, das Treffen, es endlich wissen will oder endlich beginnen will, viel zu früh dran bin.
Auch bei anderen Gelegenheiten bin ich häufig die Erste – wenn es darum geht einen Termin einzuhalten, eine Mail zu schreiben, eine Aufgabe zu erledigen, eine Idee umsetzen, das Wort zu ergreifen ...
Immer wieder nehme ich mir ganz fest vor, abzuwarten, Ruhe zu bewahren,
mal zu spät dran, nicht die Erste zu sein. Von Zeit zu Zeit gelingt mir das auch – so mit den Jahren und
der Erfahrung. Manchmal freue ich mich darüber, dass es mir gelungen ist. Und dann wieder stresst es mich, zu warten, Zeit zu geben – mir und dem Gegenüber. Und dann übe ich erneut, sage mir, dass ich nicht warten werde, dass ich mich bis zu richtigen Zeitpunkt eben beschäftigen, ablenken werde und dabei am Ende nicht bemerke, wie die Zeit vergeht.
Vergebens meist, denn bei aller Aktivität, ertappe ich meine Blick doch immer wieder
dabei, wie er zur Uhr, über den Posteingang, durch das Café schweift – auf der Suche nach Erlösung aus der Öde des Wartens.
Und doch hat es was, dieses Warten.
Die Antwort liegt vielleicht im nebenstehenden Bild, auf das ich bei der Suche nach einer Beschilderung dieses
Textes gestoßen bin - "daydreams" und "soulfood" und die Warterei macht einen Sinn.
In den letzten Tagen bin ich –anlassgemäß - mehrmals gefragt worden, was ich mir wünsche.
Mir fiel natürlich so auf die Schnelle, wieder nichts ein. Ein Buch ist immer gut, etwas Schönes, bitte kein Einstäubchen, vielleicht frische Musik oder ??? Was wünscht Du dir denn nun – schon mit einem etwas genervten Unterton. Ja, was kann ich denn dazu noch sagen. Mach´ dir doch Gedanken darum, was mich erfreuen könnte, irgendeine Kleinigkeit oder eben auch mal nichts, nur deine Anwesenheit.
Wünsche, ja da habe ich viele.
Zunächst einmal sind da so ganz schnöde Wünsche: lange Stiefel und eine Hose, endlich einen großen Tisch für Gäste, ach und die Handschuhe sind morgens auch zu dünn, mal wieder im Urlaub verreisen ...
Aber bei näherem Betrachten, wünsche ich mir anderes viel sehnlicher.
Und wenn ich es bekomme, wünsche ich es mir doch immer wieder. Gute Gespräche und auch mal ein einfaches Zuhören, ohne das gleich „das Hämmerchen herausgeholt wird“ – Nähe. Schon schwieriger: dass mein Arbeitgeber dafür sorgt, dass meine KollegInnen und ich die Arbeit auch schaffen können, dass „er“ das Controlling, die Politik auch mal außen vor läßt - Anerkennung. Dann benötige ich, wie sicher jeder Mensch, Liebe und Akzeptanz. Ich wünsche mir, dass sich meine wochenlange Erkältung endlich in Luft auflöst. Ich will tanzen und wünsche mir gute Patrys dazu.
Diese Gedanken an Wünschenswertes führen zu Größerem.
Ich wünsche mir den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie, wirklich sichere Endlager für den Schrott, der in unzulänglichen Lagern zeitbombengleich vor sich hinrottet. Ich wünsche mir deutlichst weniger Co2-Austausch, ein Ende des Handels mit Emissionen, eine wirklich wirksame Entwicklungspolitik, das Ende der Regenwaldabholzung ... Manch ein anderes Staatoberhaupt, wünsche ich mir auch und Bildung für alle in allen Ländern der Welt, dass meine EnkelInnen in einer sauberen, gesunden, lebenswerten Welt ihren EnkelInnen erhobenen Hauptes begegnen können.
Ach, ich habe so viele Wünsche an meine Mitmenschen.
Und denen, die mich in den nächsten Tagen nach meine Wünschen fragen, sage ich, laß uns gemeinsam die Welt mindestens ein kleines bisschen besser machen.

Mark hat mal wieder einen Comic für unseren blog freigegeben, danke.
Was mich durch´s Leben trägt, was für den All-Tag lebenswert-erhaltend ist:
Stunden im Gespräch mit meinem besten Freund,
Musik, bei der Text, Gesang und Instrumentierung auf´s Beste harmonieren,
ein Essen, für jemanden kochen und mit Genuss gemeinsam speisen,
auch mal, häppchenweise 1- 6 Stück dunkle Schokolade,
Begegnungen, die mich anregen,
tanzen, nur bei mir dabei.
Kleine Fluchten.

Jetzt sind sie wieder unterwegs, die Radikalen
Auch bei mir im Hinterhof ist seit Stunden so ein Radikaler ganz offen am helllichten Tag zugange. Nichts mit: in einer Nacht-und-Nebel-Aktion flink die Gesellschaft mittels eines Statements wachrütteln, eben mal ein Zeichen setzen und wieder im Untergrund verschwinden. Mitnichten.
Dieser Hinterhofradikale agiert ganz legitim. Indirekt auch von mir gesponsert, denn von seinem Gehalt zahle auch ich
einen Anteil mittels meiner monatlichen Mietnebenkosten. Aber meine Sympathie hat es deswegen noch lange nicht. Ganz im Gegenteil.
Seit Stunden wird im Hof
geknattert, gebrummt und akustisch vielfältig genervt. Ich mag sie nicht diese Radikalen, die mit ihren
Maschinchen und Geräten der Natur mittels brachialer Motorgewalt zu Leibe rücken.
Das Ergebnis des Radikalen Tagewerks ist wirklich radikal. Zwei Meter hohe Büsche fristen nun ihr Dasein auf Kniehöhe, andere sind gänzlich der neuen Motorsäge zum Opfer gefallen. Kein behutsamer Rückschnitt ist zu erkennen. Der Hinterhofradikale hat eher nach dem Motto“ weg mit den Alpen, freie Sicht auf´s Mittelmeer“ agiert. Wobei weder vorher noch nacher von den Alpen oder vom Mittelmeer eine Spur war bzw. ist.
Zurück bleibt einzig ein wüste Leere.
So habe ich jetzt wenigstens wieder freie Sicht auf den überaus charmanten Parkplatz des Bürogebäudes schräg gegenüber.
(Ach und wenn das Laub erst fällt ...)
Und jetzt? Jetzt werde ich den letzten farbenprächtigen Sommerblumen auf meinem Balkon eine Extraportion Wasser und Liebe angedeihen lassen.


In den letzten Tagen geht mir das Wort „Lautmalerei“ immer mal wieder im Kopf herum.
Gestern zum Beispiel ging einiges an Kleinigkeiten schief und ich ertappte mich dabei, dass ich laut „goah“ (oder so ähnlich) von mir gab. Es war ein überaus passendes Geräusch.
Na, und eine fette Erkältung habe ich auch nach ein paar Tagen „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ auch noch nicht richtig auskuriert. So begleiten also eine verstopfte Nase und Hustenanfälle meine verbalen Äußerungen. Wenn das keine Lautmalerei ist.
Dazu fällt mir ebenso ein, dass ich jetzt, wo die Balkonsaison zu Ende ist, wieder viel Musik höre – stimmungsvolle Lautmalerei an sich - und meine Versuche, trotz unverständlichem Text, mitzusingen, rangieren sicher auch unter Lautmalerei.
Seufzen, in allen Facetten, so ein wunderbares Stimmungsbarometer, ist mir fast die liebste Lautmalerei ....Mit der starken FDP in der schwarz-gelben Regierungskoalition sind zu Recht viele negative Erwartungen verbunden: Für die Einführung von bundesweiten Volksentscheiden sind die Chancen allerdings gestiegen... mehr
um 21 Uhr wollte ich schon ins Bett gehen heute. an einem Samstag! unglaublich, wie müde ich war. ernsthaft habe ich überlegt, ob ich nicht sofort ins Bett gehe.
und nun das! wieder topfit, im Kopf purzeln die Gedanken und formen sich zu Sätzen, Ideen ...
irgendwie hat mich das Sitzen vorm TV, die Ami-Komödie darin, wieder erholen lassen.
da habe ich für meine GEZ-Gebühren doch mal richtig was bekommen –Entspannung UND Energie.
Bin ich froh, wenn die Bundestagswahl endlich erledigt ist!
Diese Plakate „wir können mehr, Deutschland hat die Kraft, mit uns voran und (was auch immer) ... abwählen, gegen ..., für ...“ mit riesigen Köpfen, die gut gestylt, stumpfsinnige Parolen mit null Aussage verkaufen wollen. Ich fühle mich belästigt! Schon früh morgens am grinsenden Steinmeier, an der milde lächelnden Kanzlerin vorbei fahren zu müssen, abends dann im TV den Wahlwerbespots kaum entkommen, finde ich auch noch zuhauf E-Mails, die mir etwas verkaufen wollen und mir suggieren „jetzt haben Sie die Wahl in der Hand“.
Ich weiß, was bzw. besser welches Programm, welche politische Ideologie ich morgen wählen werde. Mich muß niemand mittels der gigantischen Wahlwerbetrommel überreden, mein Wahlrecht auszuüben.

Viel erschreckender, als diese aufgemotzte Poltitpropaganda finde ich aber, dass immer weniger Menschen zur Wahl gehen, dass viele kein Interesse (mehr) an Politik haben.
Wie kann ich ein Wahl akzeptieren, an deren Ergebnis so wenige Menschen mitgewirkt haben? (Und wie könnte es eigentlich den „vom Volk Gewählten“ damit gehen?)
Die Wahlbeteiligung, ob bei Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen sinkt kontinuierlich.
Daran ändert auch ein Wahlkampf nicht.
Warum wird um des Volkes Stimme nur zur WiederWahl gebuhlt?
Könnte es nicht sein, dass mit einer echten Volksvertretung, bei der die Bevölkerung (und nicht nur die Wahlberechtigten) um ihre Meinung gebeten wird, die Menschen mit Poltik überhaupt erst etwas anfangen können?
Warum werden die Millionen, die in den Wahlzirkus gesteckt werden, nicht besser dazu genutzt, Menschen an Politik wirklich teilhaben zu lassen, sie zu poltisch Interessierten und Informierten (heran-) wachsen zu lassen?
t "Schwarz-Gelb - Jawoll!"


Kennen lernen meint: ich lerne - jemanden kennen. Wenn es gut läuft, ist der Lernprozess auch nach 20 Jahren nicht abgeschlossen.
Stück für Stück, Begegnung für Begegnung taste ich mich vor, lerne dazu. Außen, innen und Blick, Geste und Neues, Altes und Vertrautes, Fremdes und Themen, Tiefen. Ich lerne: zu hören, zu sprechen, zu streiten, da zu sein, mit zu sein, bei zu sein.
Ich lerne und erlange Übung. Ich mache Fehler und bügele manche aus. Ich werde auf die Probe gestellt - von mir, vom Gegenüber. Ich stelle fest und hinterfrage. Ist es jemand, mit dem ich sieben, acht Stunden reden und zusammen sein oder jemand mit dem ich maximal drei Stunden gemeinsam sein kann? Stellt sich dieser flow ein, dieses Gefühl ganz und da und beim Gegenüber zu sein oder streift das Gespräch eher das Außen, hüpft von Blüte zu Blüte? Ist es Kraftquelle oder eher ein Energiefresser? Muss ich jemanden häufig sehen oder können auch mal Wochen, Monate dazwischen sein, um miteinander sein zu können? („Sprich mit mir, denn ich möchte auch hören, was Du sagst“)
Wenn ich von Mal zu Mal, von Jahr zu Jahr Neues entdecke, Bekanntes erkennen kann, auch mal verblüfft bin, lernt „es“ sich mit großer Freude.
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