kennen lernen
Kennen lernen meint: ich lerne - jemanden kennen. Wenn es gut läuft, ist der Lernprozess auch nach 20 Jahren nicht abgeschlossen.
Stück für Stück, Begegnung für Begegnung taste ich mich vor, lerne dazu. Außen, innen und Blick, Geste und Neues, Altes und Vertrautes, Fremdes und Themen, Tiefen. Ich lerne: zu hören, zu sprechen, zu streiten, da zu sein, mit zu sein, bei zu sein.
Ich lerne und erlange Übung. Ich mache Fehler und bügele manche aus. Ich werde auf die Probe gestellt - von mir, vom Gegenüber. Ich stelle fest und hinterfrage. Ist es jemand, mit dem ich sieben, acht Stunden reden und zusammen sein oder jemand mit dem ich maximal drei Stunden gemeinsam sein kann? Stellt sich dieser flow ein, dieses Gefühl ganz und da und beim Gegenüber zu sein oder streift das Gespräch eher das Außen, hüpft von Blüte zu Blüte? Ist es Kraftquelle oder eher ein Energiefresser? Muss ich jemanden häufig sehen oder können auch mal Wochen, Monate dazwischen sein, um miteinander sein zu können? („Sprich mit mir, denn ich möchte auch hören, was Du sagst“)
Wenn ich von Mal zu Mal, von Jahr zu Jahr Neues entdecke, Bekanntes erkennen kann, auch mal verblüfft bin, lernt „es“ sich mit großer Freude.